Die Gewerbelandschaft in Attendorn ist vor allem durch mittelständische Unternehmen der Eisen- und Metallindustrie geprägt. Zu den größten Arbeitgebern zählen Mubea, Gedia, Kirchhoff Automotive und Sodecia Kemmerich. Unternehmen wie diese sind nicht nur auf gute Produkte und zuverlässige Mitarbeiter angewiesen, sondern auch auf ein funktionierendes und vor allem modernes Lagersystem. Die Logistik in der deutschen Industrie hat sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt, und die Digitalisierung spielt dabei eine bedeutende Rolle.

Alles wird weiterentwickelt, vieles wird digital

Lagersysteme müssen heute Höchstleistungen vollbringen. Im verarbeitenden Gewerbe findet spielt diesbezüglich die digitale Informations- und Kommunikationstechnologie eine wichtige Rolle. Im Rahmen der Industrie 4.0 bilden verschiedenste Geräte ein Netzwerk, das an vielen Stellen bereits vollkommen autonom läuft: Daten sind die Triebfeder, Menschen kommunizieren über digitale Systeme mit den Maschinen, und diese senden automatisch Daten an Lieferanten und Kunden oder umgekehrt. Die Vernetzung der einzelnen Abläufe in der Logistik macht die Arbeit kosteneffizienter und schneller. In vielerlei Hinsicht sind die Prozesse auch einfacher und freundlicher für den Arbeiter. Dennoch zeigen sich viele Menschen den neuen digitalen Fortschritten gegenüber skeptisch. Die Angst, den Arbeitsplatz an ein vollautomatisiertes, autonom funktionierendes System zu verlieren, ist groß.

Arbeitsplätze werden nicht abgeschafft, sondern verbessert

Eine Studie zur Logistik und Mobilität im benachbarten Bundesland Hessen zeigte 2016 allerdings, dass Experten davon ausgehen, dass trotz zunehmender Digitalisierung immer noch Fachkräfte mit hoher Qualifikation notwendig sind. Eine komplette Verdrängung des Fachpersonals durch technische Lösungen ist demnach auch in den kommenden Jahrzehnten nicht zu erwarten. Die Neuerungen in der Industrie- und Lagerlogistik sind auch nicht ausschließlich auf schnellere, wirtschaftlichere Prozesse ausgerichtet, sondern kommen in vieler Hinsicht den Arbeitern zugute. Schaut man einmal in die Historie des Warenverkehrs, wird dies schnell deutlich: Früher mussten Menschen sperrige und schwere Lasten per Hand transportieren. Mit der Erfindung des Hubwagens wurde der Lastentransport um einiges einfacher und schneller. Bis heute wurden diese stetig weiterentwickelt. Der moderne Scherenhubwagen, wie ihn die bekannte Firma Jungheinrich vertreibt, ist zum Beispiel für verschiedene Bereiche optimiert worden. Der Warenverkehr gelingt schneller, leichter, präziser – und schont die Gesundheit des Mitarbeiters. Denn dieser muss die Waren nicht mehr mit Muskelkraft transportieren und heben. Und das ist ein wichtiger betriebswirtschaftlicher Aspekt: Rückenprobleme sind eine der häufigsten Ursachen, warum Mitarbeiter ausfallen.

Der Umwelt zuliebe

Dass die Logistik digitaler und cleverer wird, kommt auch der Umwelt zugute. In vielen mobilen Bereichen hat sich bereits die emissionsfreie Elektrotechnologie durchgesetzt. Bei Gabelstaplern beispielsweise ist eine rasante Zunahme der Verkaufszahlen von Elektrostaplern zu verzeichnen. 2016 wurden allein in Europa fast 80.000 Exemplare ausgeliefert.

Bildrechte: Flickr Distribution centre Nick Saltmarsh CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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