Alexander Huber in Attendorn – Die Hansestadt Attendorn verlost 3 x 2 Karten

Der Hansestadt Attendorn und dem Deutschen Alpenverein – Sektion Gummersbach ist es gelungen, einen der bekanntesten deutschen Profibergsteiger nach Attendorn zu holen. Alexander Huber berichtet am Donnerstag, 9. November 2017, ab 20.00 Uhr in einer Multivisionsshow in der Stadthalle Attendorn von seinen zahlreichen spektakulären Klettertouren.

 

In der Live-Multivisionsshow „Im Licht der Berge“ berichtet Profibergsteiger und Extremkletterer Alexander Huber unter anderem darüber, dass der Alpinismus für uns Menschen das Bild der Berge verändert hat. Wurden früher die Berge als lebensfeindlich und bedrohlich wahrgenommen, so rückt heute der Alpinismus diese steile Welt in ein anderes Licht. Huber zeigt seine schönsten und auch eindrucksvollsten Momente im Licht der Berge, aktuelle Highlights aus dieser faszinierenden und vielseitigen Welt. Die unglaublichen Bilder, arrangiert mit faszinierenden Filmsequenzen und Musik, sind ein Erlebnis der besonderen Art.

Für die Veranstaltung verlost die Hansestadt Attendorn 3 x 2 Tickets. Gewinnspielteilnehmer müssen folgende Frage richtig beantworten: Welcher ist der höchste Berg der Erde?

Die Antwort ist unter Angabe von Name, Anschrift und Telefonnummer an stadthalle@attendorn.org zu mailen. Einsendeschluss ist Montag, 06. November 2017, um 12 Uhr. Die Gewinner werden umgehend benachrichtigt. Ausgenommen von der Gewinnspiel-Teilnahme sind die Mitarbeiter der Hansestadt Attendorn.

Wer beim Gewinnspiel kein Glück hatte, kann gerne den Vorverkauf nutzen. Karten gibt es weiterhin für 20,00 € (DAV-Mitglieder erhalten Vergünstigungen) bei der Tourist-Info am Rathaus, im Bürgerbüro, der Buchhandlung Frey, online unter www.tickets.attendorn.de, über die Tickethotline 0180/6050400 (0,20 €/Minute aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 €/Minute aus allen Mobilfunknetzen) und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

 


Alexander Huber im Interview zu seiner Live-Multivisionsshow „Im Licht der Berge“

„Im Licht der Berge“ spielt auf Baffin Island in der kanadischen Arktis, im patagonischen Fitz-Roy-Massiv, aber auch in den heimischen Alpen. Wie finden Sie auch nach so vielen Jahren immer neue Kletter-Herausforderungen?

Die Welt der Berge ist so groß, dass einem kaum dabei langweilig werden kann. Es hängt nur von der inneren Bereitschaft ab, ob man aufbricht oder nicht…

Sie nennen die relativ kurze „Nirwana“-Route an der Südwand der Loferer Alm in den Alpen ihr „klettersportlich bedeutendstes Projekt der letzten Jahre“. Aus welchem Grund?

Es ist meine bei weitem schwierigste Route im alpinen Fels und ich musste auch dementsprechend viel Zeit und Energie hineinstecken um am Ende doch noch am Ziel anzukommen, nämlich die gesamte Route an einem Tag fehlerfrei zu durchsteigen.

Die „Nirwana“-Erstbegehung im Alleingang war für Sie eine „Abenteuerreise mitten in unserem zivilisierten Europa“, „archaisch und wild“. Warum brauchen Sie solche Grenzerfahrungen?

Über die Zeit bleiben vor allem die intensiven Erfahrungen in der Erinnerung hängen während Alltagserlebnisse meist schnell im Nebel der Vergangenheit verschwinden. Diese bleibenden Erinnerungen machen das Leben reich und genau deswegen gehe ich beizeiten an meine Grenzen…

Das Sportklettern im 11. Grad ist zurzeit international die höchste erreichte Schwierigkeitsstufe. Glauben Sie, dass nachfolgende Generationen noch extremere Grade erreichen können?

Der zwölfte Grad ist seit Adam Ondra mittlerweile Realität. 1994 gelang es mir, das Tor zum oberen elften Grad aufzustoßen und es ist klar, dass es weitergeht. Auch bei den von Ondra gekletterten Schwierigkeiten wird es nicht stehenbleiben…

Gibt es auf der Welt trotzdem noch ganz unbezwingbare Berge und Kletterrouten?

Oh ja, die gibt es und es ist auch gut, dass es tatsächlich das Unmögliche gibt. Denn das bedeutet, dass auch zukünftige Generationen die Chance haben sich an das Unmögliche möglichst nah heranzutasten.

Der Vortragstitel „Im Licht der Berge“ klingt ja fast besinnlich. Können Sie bei all den Herausforderungen Ihrer Extremtouren die Gebirgslandschaft eigentlich noch richtig genießen?

Bin ich voll bei der Sache, dann haben die Gedanken keinen Spielraum. Der Genuss kommt wie auch sonst im Leben nach der „Arbeit“. Nach einer wilden Tour auf dem Gipfel zu sitzen gehört zum Besten, was man erleben kann.

Am Berg gehen Sie hohes Risiko. Gilt das auch für die Geldanlage, oder lieben Sie es da eher gemächlich?

Risiko wird vor allem dann gefährlich wenn man keine Ahnung davon hat. Risikobereite Menschen sind nicht gleichzusetzen mit Hasardeuren, die leichtfertig ihr Geld oder Leben auf´s Spiel setzen.

Als Kletterer gehören Sie definitiv zur Weltspitze. Wie sehen Sie ihre Zukunft?

Als Kletterer gehöre ich aufgrund der Summe der Routen zum Kreis der erfolgreichsten aktiven Bergsteiger und Kletterer. Allerdings gehöre ich in meinem Alter von Mitte Vierzig in vielen Bereichen nicht mehr zur Weltspitze des Kletterns. An großen Wänden und Bergen kann ich aber beizeiten noch sehr gut mein Wissen  und meine Erfahrung ausspielen um die nachlassende Kraft zu kompensieren. Das wichtigste ist aber immer noch die Freude am Tun und in dieser Hinsicht ist mein Vater für mich ein Vorbild. Der ist mit über siebzig immer noch mit einer echten Begeisterung in den Bergen unterwegs. Wenn man das Leuchten in seinen Augen sieht, dann weiß man, dass er ein glücklicher Mensch ist! Er steht eben auch heute noch im Licht der Berge. Was kann man vom leben mehr erwarten?

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