cdu - logoDer Einladung des CDU Ortsverbandes Attendorn, die Kultur in Attendorn in den Fokus einer Diskussionsrunde zu setzen, folgte eine Vielzahl engagierter Kulturtreibender und kulturell Interessierter und traf sich am Samstagabend in der Gaststätte des Alten Bahnhofs.

Der Vorsitzende Thorsten Wurm konnte unter den Gästen hohen Besuch begrüßen, denn sogar Angela Merkel (alias Ursula Wanecki) hatte es sich nicht nehmen lassen, in den Bahnhof zu kommen.

Cristian Marconi - Kultur in Attendorn - CDU Attendorn
Cristian Marconi

Mit Kultur Live eröffnete der erst 14-jährige Gitarrist Cristian Marconi, Schüler der hiesigen Musikschule und Preisträger bei „Jugend musiziert“ den Abend und gab eine rockig-fetzige Kostprobe seines Könnens an der E-Gitarre.

Angeregt durch die sehr informativen Impulsreferate von Frank Burghaus, Leiter des Amtes für Bildung, Sport, Kultur und Stadtmarketing, und Sascha Koch, Hauptmann der Schützengesellschaft Attendorn 1222e.V., entwickelte sich ein sehr lebhafter und aufschlussreicher Meinungsaustausch zwischen den Vertretern der verschiedensten Kulturbereiche, den Vereinsvorständen und den Nutznießern von Kultur.

Hervorgehoben wurde die mittlerweile sehr hohe Anzahl und vielfältige Palette der Kultur- und Brauchtumsveranstaltungen, die aber leider von der Bevölkerung häufig nur unzureichend wahrgenommen würden. Ob das Gebotene tatsächlich alle Bereiche von Kultur erfasst, wurde streitig diskutiert, Einigkeit bestand unter den Anwesenden jedoch, dass für die Jugend definitiv zu wenige Angebote vorhanden sind und insoweit dringender Handlungsbedarf besteht.

Kultur in Attendorn - CDU Attendorn
Sascha Koch – Frank Burghaus

Neben den von Herrn Burghaus vorgestellten, städtisch organisierten Kulturangeboten sind es gerade auch die zahlreichen Vereine, die eine große Vielfalt an Kultur in Attendorn bieten. Sie gilt es durch die Kommune und die Politik zu fördern und zu unterstützen, denn nicht nur ihr Programm, sondern auch ihr Bestand und die große Bandbreite ihres Vereinslebens an sich stelle Kultur dar, so Barbara Wilkmann, Vorsitzende des Kulturringes und Kammerorchesters Attendorn.

Die nachfolgende Diskussion zeigte deutlich, wie ähnlich sich die Nöte der hiesigen Kulturvereine heute darstellen – Nachwuchsprobleme, Sorgen der Finanzierung von laufenden Ausgaben und Veranstaltungen, ständig wachsende Auflagen bei größeren Veranstaltungen sowie erhebliche Schwierigkeiten, geeignete Veranstaltungsräume mit notwendiger technischer Ausstattung und einladender Atmosphäre zu finden. Entsprechende Räumlichkeiten gerade in der Innenstadt müssten endlich geschaffen werden, insofern erwarte man mit Spannung die Auswertung der von der Stadt erhobenen Befragung zur möglichen Nutzung des Bahnhofs durch die Vereine und das Jugendzentrum.

Als Fazit des Abends wurde festgehalten, dass alle Kulturtreibenden zukünftig näher zusammenrücken und sich entsprechend vernetzen müssen – innerstädtisch und überregional. Neben einem zentralen und leicht zugänglichen Überblick über alle Veranstaltungen sollte ein Kulturtreffen wie dieses zur regelmäßigen Einrichtung werden.

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