Als die „Neue mit viel Erfahrung“ kommt Pflegedirektorin Sanja Lietz nach Attendorn. Sie löst Raphael Lüdenbach ab, der über zwei Jahre lang den Pflege- und Funktionsdienst des Hauses geleitet hat. Mit ihrem Wechsel aus der Organisationsleitung des HELIOS Amper-Klinikums Dachau ins Sauerland steigt Lietz nicht nur in ein großes Team ein, sondern auch inhaltlich in laufende Innovationsprojekte, die sie gemeinsam mit ihren Mitarbeitern voranbringen möchte.

Gebürtig aus Marl, hat die 31-Jährige sich nach ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin mit einem Studium in Pflegemanagement weiterqualifiziert und startete 2014 das Traineeprogramm bei HELIOS, das sie an verschiedene Standorte führte. Lietz wird künftig dazu beitragen, die Patientenzufriedenheit und die Qualität in der Pflege zu halten und weiter auszubauen.

Neben dem Wechsel in der Pflegedirektion erlebt das Haus derzeit noch andere Veränderungen. Nicht nur den Abriss des alten Schwesternwohnheims – auch im Inneren stehen weitere Umbaumaßnahmen noch in diesem Jahr an. Und als eines der ersten Häuser bei Helios führt die IT derzeit auf allen Stationen die „Digitale Patientenakte“ ein, die das Zusammenspiel von Medizin und Pflege am Krankenbett immer reibungsloser machen soll.

Digitale Patientenakte – wie geht das?

 Mit iPads statt mit Papierakten gehen die Ärzte und Pflegenden zu den Patienten. „Jeder Behandlungsschritt, alle Vitalwerte, jede einzelne Medikamentengabe und insbesondere auch die Wunddokumentation mit Fotos werden unmittelbar in eine einfach zu bedienende Maske eingegeben“, erklärt Projektleiter Uwe Geyda. Diese Daten stehen sofort auf allen Geräten zur Verfügung, also bei anderen Ärzten, im Labor und an den Pflegestützpunkten. So können zum Beispiel Verordnungen sofort umgesetzt werden.“

„Wenn alle Behandlungspartner direkt beim Patienten ihre Eintragungen in ihr Tablet machen, gehen weniger Informationen verloren und alles ist lückenlos dokumentiert“,  so Andreas Lützenkirchen aus der IT-Abteilung. Die nachträgliche Übertragung der schriftlichen Verordnungen in den Computer entfällt. „Hierbei werden Übertragungsfehler vermieden. Das verbessert die Patientensicherheit.  Damit hier auch im Fall eines Computerproblems keine Daten verlorengehen, hat die Klinik ein eigenes Backup-System.

Mit Blick auf die Pflege stellt Pflegedirektorin Sanja Lietz fest:  „Durch die Zeitersparnis beim Dokumentieren haben die Mitarbeiter mehr Zeit. Zeit, die wir für unsere Patienten nutzen können.“

Natürlich ist die Einführung eines solchen Programms  mit Lern-Aufgaben verbunden. „Aber die Umstellung klappt bei uns erstaunlich gut, weil alle Mitarbeiter sehr motiviert sind“, so Uwe Geyda. Das papierlose System begeistert sowohl Ärzte als auch Pflegende, so dass Attendorn derzeit das Ziel vieler Mitarbeiter aus anderen Standorten ist, die sich hier im Haus über das neue System informieren.

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