Auf große Resonanz stieß der 5. „Runde Tisch Asyl“

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runder tisch asyl attendorn
Patrick Kröger (l.) stellte das Projekt der Ersten Deutschen Bäckerfachschule vor, bei dem Flüchtlinge erste Erfahrungen im Handwerk sammeln können. Rechts die Moderatorin Katrin Luers von der Hansestadt Attendorn.

Die Themen „Arbeit und Beschäftigung“ sowie „Freizeit und Kultur“ standen beim „5. Runden Tisch Asyl“ in Attendorn im Vordergrund

Auf große Resonanz stieß der 5. „Runde Tisch Asyl“ in Attendorn. 45 Ehrenamtliche und 16 Experten aus der Flüchtlingsarbeit waren der Einladung der Hansestadt Attendorn in den „Alten Bahnhof“ gefolgt.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Christian Pospischil standen vor allem die Themen „Arbeit und Beschäftigung“ und „Freizeit und Kultur“ auf der Tagesordnung.

Zum Thema „Arbeit und Beschäftigung“ stellten sich die Vertreter des Jobcenters, des Katholischen Jugendwerkes Olpe e.V. „Förderband“ und der Ersten Deutschen Bäckerfachschule aus Olpe den vielen Fragen der Anwesenden.

Unter dem Motto „Back dir deine Zukunft“ werden in der Bäckerfachschule in der Kreisstadt neunwöchige Intensivkurse angeboten, in denen Flüchtlinge ihre ersten Erfahrungen mit dem Handwerk sammeln können. Patrik Kröger von der Bäckerfachschule erklärte: „Die Flüchtlinge können sich in dieser Zeit mit der Materie bekannt machen und die ersten Schritte beim Backen erlernen.“

Neben der Praxis wird in einem Deutschkurs die Sprache weiter vertieft. Nach dem Intensivkurs geht es für vier Wochen in ein Betriebspraktikum, wo weitere Erfahrungen gesammelt werden können. „Ziel des Intensivkurses ist es, dass die Teilnehmer einen Ausbildungsplatz in einem Bäckerbetrieb bekommen können“, so Kröger.

Für den Bereich „Freizeit und Kultur“ waren Vertreter des Kreissportbundes Olpe, des TV Attendorn 1900 e.V. und des Regionalen Bildungsbüros des Kreises Olpe (RBB) vor Ort. Sozialarbeiterin Verena Eicher informierte über die Beantragung von Geldern aus dem Förderprogramm „Bildung und Teilhabe“. Theresia Wurm stellte ihr Projekt „Raus in die Natur“ für Kinder von Geflüchteten vor. Die Migrationsberatungsstellen von Caritas AufWind und dem Internationalen Bund (IB) informierten ebenfalls über ihre Arbeit in der Flüchtlingshilfe.

Der erstmals in dieser Form angebotene „Markt der Möglichkeiten“ bot anschließend viel Raum für individuelle Gespräche und zum Meinungsaustausch. Dabei stellte sich heraus, dass es nach wie vor dringende Themen gibt, die nicht ad hoc gelöst werden können. So fehlen derzeit neben bezahlbaren Wohnungen für Flüchtlinge auch Kindergartenplätze. Aber auch Rechtsberatung für Geflüchtete und die mangelnde Mobilität sind Themen, die die Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe sorgenvoll betrachten.

Themen genug für den nächsten „Runden Tisch Asyl“ in Attendorn.

 

Weitere Bilder der Veranstaltung gibt es in der Bildergalerie hier:

https://www.facebook.com/pg/stadt.attendorn/photos/?tab=album&album_id=1413839381993018

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