Vor einigen Tagen konnte Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil seinen Amtskollegen Grzegorz Kubik aus dem polnischen Rawicz im Rathaus der Hansestadt begrüßen.

Bereits einen Tag nach dem einstimmigen Ratsbeschluss zur Kontaktaufnahme mit der Kreisstadt Rawicz konnte ein Treffen der beiden Bürgermeister im Attendorner Rathaus arrangiert werden. Dieser Besuch wurde so kurzfristig möglich, da der polnische Bürgermeister Kubik mit seinem Wirtschaftsberater Robert Askielowicz ohnehin eine Geschäftsreise ins Münsterland geplant hatte und einen „Abstecher“ nach Attendorn einrichten konnte.

In dem mehrstündigen Gespräch konnten sehr viele Gemeinsamkeiten der beiden Städte identifiziert werden. Bürgermeister Kubik übergab Bürgermeister Pospischil ein offizielles Schreiben der Stadt Rawicz, in dem die Kontaktaufnahme mit Attendorn ausdrücklich begrüßt wurde.

Attendorns Bürgermeister konnte auf den aktuellen Ratsbeschluss verweisen und händigte die hierzu entworfene Sitzungsvorlage aus. Der in Attendorn beschriebene Weg – in Kürze werden in einer Unterstützergruppe Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet – fand große Zustimmung bei den polnischen Gästen. Bürgermeister Kubik erklärte, er werde kurzfristig den Rawiczer Stadtrat mit der Angelegenheit befassen und eine ähnliche Vorgehensweise vorschlagen.

Im Weiteren schlug Bürgermeister Kubik vor, nun könne zunächst eine Grundsatzerklärung „letter of understanding“ gestaltet werden. In dieser können Anknüpfungspunkte und Ziele für eine Kooperation formuliert werden, die dann vielleicht in eine spätere Städtepartnerschaft münden.

Hierzu werde Rawicz einen Vorschlag entwickeln, der zur weiteren Diskussion in der in Kürze erstmalig tagenden Attendorner Unterstützergruppe verwendet werden soll.

Mit der Bildung dieser Unterstützergruppe können bereits in einem frühen Stadium viele zivilgesellschaftliche „Akteure“ gewonnen werden, die später an einem vertieften Austausch interessiert sind. Da Rawicz seit einigen Jahren durch einen Schüleraustausch zwischen dem I Liceum Ogólnosztalcace mit dem St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn bekannt ist, werden der Unterstützergruppe natürlich auch Vertreter der hiesigen Schulen angehören. Neben Mitgliedern der politischen Fraktionen werden selbstverständlich auch die kultur- und sport treibenden Vereine einbezogen, die später ein wichtiges Rückgrat in den weiteren Kooperationsschritten bilden sollen.

Da die Zusammensetzung dieser Arbeitsgruppe natürlich nicht abschließend sein soll, sind weitere interessierte Personen aus Wirtschaft und Bevölkerung herzlich eingeladen, die Kooperation im Unterstützerkreis mitzugestalten.

Zum Abschluss des Besuches der Delegation aus Rawicz erfolgte noch ein kurzer Stadtrundgang durch Attendorn, bevor der Besuch mit einer Gegeneinladung zu einem Besuch in Rawicz im Herbst dieses Jahres endete.

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