Frau Schwein hat am Ende doch ihre ganz eigene Musik gefunden – aber nur durch die tatkräftige Unterstützung vieler aufgeweckter Kinder, die sich zum Kinderkonzert des Attendorner Kulturringes in die Galerie des Rathauses begeben hatten. Für eine Stunde am Sonntagnachmittag, 19.03.2017, wurde das Treppenhaus zum Kinderparadies und platzte mit seinen 50 kleinen Gästen nebst Eltern und Großeltern aus allen Nähten.

Trio „Tiritomba“ in AttendornSchon vor Beginn des Konzerts legten sich einige Kinder vorwitzig auf die Treppen, um nach Frau Schwein Ausschau zu halten. Und als Frau Schwein (Charlotte-Maria Brückner) dann endlich mit der Erzählerin und Geigerin Svenja Kohlmann und der Pianistin Andrea Kramer- Rodermund im Gefolge kam, waren alle Kinder sofort mittendrin in einer lustigen, bunten, lebhaften und zugleich lehrreichen Geschichte mit wunderbarer Musik.

Wie ein roter Faden zog sich das – sehr schnell gemeinsam gesungene – Lied „Bauer Donald hat ne Farm“ durch das Programm. Jedem Tier, dem Frau Schwein auf ihrer Suche begegnete, wurde eine eigene Strophe gewidmet. Die Darstellerin Charlotte-Maria Brückner schlüpfte mithilfe witziger Kostümierungen und Accessoires in die Rolle der unterschiedlichsten Tiere und ahmte sie auf so eindrückliche Art und Weise nach, dass alle Kinder es ihr gleich taten und sich gegenseitig übertrafen, zu den jeweils passenden, sehr eingängigen Melodien von Geige und Klavier, Flöte und Gitarre die Tiere in ihrer Besonderheit nachzumachen und sich im Rhythmus der Musik zu bewegen. Das bereitete nicht nur den Kindern ungeheuren Spaß, sondern gefiel erkennbar auch den zuschauenden Eltern.

Trio „Tiritomba“ in Attendorn

Die Kinder entdeckten den im munteren Vogelgezwitscher versteckten Kuckuck, stampften mit Begeisterung wie das Pferd durch den Matsch, erlebten Katzen und Mäuse, den Bären und den stolzen Pfau. Mit besonderem Eifer versuchten sie, den Blubber der Fische in Form von Seifenblasen einzufangen und ließen sich auf eine große Reise zu den Elefanten mitnehmen. Zurückgekehrt lauschten sie dem schön auf der Geige gespielten, quirligen Schmetterlingslied und erfreuten sich schließlich am lebhaften Fest der Frösche, welches in einem heftigen Wettstreit zwischen Kindern und Eltern um das lauteste Singen im Kanon endete.

Dass Frau Schwein am Ende zufällig auf ihre eigene Melodie stieß und ganz überrascht war, wie wunderbar sie selbst singen konnte – hinter Frau Schwein versteckt sich immerhin mit Charlotte- Maria Brückner eine echte Sopranistin- machte nicht nur sie selbst glücklich, sondern auch die kleinen Akteure , die nach einer fröhlichen Polonaise durch die Rathausgalerie auf den Frühlingsmarkt entlassen wurden.

Eine äußerst gelungene Premiere dieses Mitmach-Konzerts für die so sympathisch auftretenden Musikerinnen des Trios „Tiritomba“ und eine gelungene Veranstaltung für den Attendorner Kulturring, der diese Art von Kinderprogrammen auf jeden Fall fortsetzen sollte – so das einhellige Urteil der Eltern.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here