MISEREOR-Gast Lekoun Djeni in Attendorn

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Burkina Faso – arm an Regen, reich an Kreativität

Auf Einladung des Arbeitskreises Eine Welt/Eine Welt Laden ist der Agrarexperte Lekoun Djeni zu Gast in der Hansestadt. Herr Djeni wird am Freitag, den 10. März 2017, 16.00 Uhr im kath. Pfarrheim am Kirchplatz über seine Arbeit und sein Heimatland berichten.

Es ist ihm ein besonderes Anliegen, uns ein anderes Bild von Afrika zu zeigen. Ein Bild, in dem nicht Armut vorherrscht, sondern das den Willen der Afrikanerinnen und Afrikaner zeigt, ihre Zukunft selber in die Hand zu nehmen und zu gestalten.

Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt. Fast jeder zweite der rd. 19 Millionen Einwohner lebt unter der Armutsgrenze. Die Burkinabè, so bezeichnen sich die Einwohner des westafrikanischen Landes selber, gehören über 60 verschiedenen ethnischen Gruppen an. Neben der Amtssprache Französisch sind auch Moore und Fulfulde wichtige Verkehrssprachen. Rd. 80 Prozent der Menschen in Burkina Faso leben von der Landwirtschaft, von Ackerbau und Viehhaltung

Armutsbekämpfung durch Erfindergeist der Bauern

Veränderte Rahmenbedingungen haben bäuerliche Betriebe in Burkina Faso in den letzten Jahrzehnten vor große Herausforderungen gestellt. Neben einem sehr trockenen Klima am Rande der Wüste Sahara und starken Wetterschwankungen sahen sich Bauerinnen und Bauern einem zunehmenden Verlust von Bodenfruchtbarkeit und Bodenerosion ausgesetzt. Auch bei der Schädlingsbekämpfung, der Tiergesundheit oder der Lagerung, Verarbeitung und Vermarktung sind sie weitgehend auf sich allein gestellt. Staatliche Beratung und Kredite wurden immer stärker abgebaut. Die Landwirte und Viehhalter erwarten jedoch nicht, dass die Lösungen für ihre vielfältigen Probleme vom Himmel fallen, sondern beweisen enorme Kreativität und Innovationskraft bei der Entwicklung von Lösungen.

„DIE WELT IST VOLLER GUTER IDEEN. LASS SIE WACHSEN.“ (Thema der Fastenaktion)

Der MISEREOR-Gast Lekoun Djeni hat ein Studium der Agrarwissenschaften abgeschlossen. Er arbeitet seit 2007 für den MISEREOR-Partner DIOBASS in seinem Heimatland. Er entstammt selbst einer Kleinbauernfamilie und kennt somit die Bedürfnisse der Bäuerinnen und Bauern von Kindesbeinen. Ein Bauer in Kongou sagte: „Du kannst zuhause sein und vor deinem Haus liegt eine gute Idee. Du trittst hinaus, trittst drauf, gehst zurück ins Haus, trittst wieder drauf und siehst es nicht… DIOBASS öffnet die Augen, dass sie ihre Fähigkeiten erkennen, ohne das große finanzielle Mittel von außen kommen.“

Burkina Faso, das „„Land der aufrechten Menschen“, ist Partnerland der diesjährigen MISEREOR-Fastenaktion.

Lekoun DJENI

MISEREOR-Gast Lekoun Djeni - Agrarexperte
MISEREOR-Gast Lekoun Djeni – Agrarexperte

Herr Lekoun Djeni arbeitet seit 2007 für den MISEREOR-Partner DIOBASS. Zu Beginn seiner Tätigkeit koordinierte und moderierte er Workshops,  heute ist er Verantwortlicher für die Aktionsforschungsgruppen der Bauern im Bereich Pflanzenschutz.

Nach seinem Studium der Agrarwissenschaften  mit  dem Schwerpunkt Pflanzenschutz in der ehemaligen Sowjetunion war er als Angestellter der Stadt Ouagadougou zuständig für die Instandhaltung der Gärten, Wälder und Parks der Stadtgemeinde von Ouagadougou. Im Anschluss daran arbeitete er mehrere Jahre als Agraringenieur in einem von den Niederlanden initiierten Projekt in der Stadt Koudougou.

Herr Djeni entstammt selbst einer Kleinbauernfamilie und kennt somit die Bedürfnisse der Bäuerinnen und Bauern von Kindesbeinen an.

Ein Bauer in Kongou sagte: „Du kannst zuhause sein und vor deinem Haus liegt eine gute Idee. Du trittst hinaus, trittst drauf, gehst zurück ins Haus, trittst wieder drauf und siehst es nicht… Diobass öffnet die Augen, dass sie ihre Fähigkeiten erkennen, ohne dass große finanzielle Mittel von außen kommen.“

Für seinen  Besuch in Deutschland ist es ihm ein besonderes Anliegen, uns ein anderes Bild von Afrika zu zeigen. Ein Bild, in dem nicht Armut vorherrscht, sondern das den Willen der Afrikanerinnen und Afrikaner zeigt, ihre Zukunft selber in die Hand zu nehmen und zu gestalten.

Lekoun Djeni ist Protestant, verheiratet und hat drei Kinder.

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