Klein, aber oho: Mini-PCs für TV, Gaming und Beruf

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Die technischen Innovationen der letzten Jahren haben nicht nur Smartphones, sondern auch Computer immer kompakter und technisch raffinierter gemacht. Laute und stromfressende Full-Tower-PCs, die den Platz unter dem Schreibtisch blockieren und ihre Besitzer mit langen Ladezeiten in den Wahnsinn treiben, sind heute passé. Das Smartphone ersetzt den stationären PC zumindest in der Freizeit und Mini-PCs erfreuen sich als Zweitfernseher, Arbeits-PC und Gaming-Station wachsender Beliebtheit. Doch nicht jedes Modell ist für alle Zwecke gleichermaßen geeignet.

Kompakte Rechner wie Mini-PCs sind auf dem Vormarsch. Als Massenspeicher dienen in den kleinen PCs oft platzsparende SSDs. Zum Speichern größerer Datenmengen ist in die Mini-PCs entweder eine zusätzliche Festplatte eingebaut oder, wie bei diesen günstigen Modellen, nachrüstbar. In puncto Ausstattung übertrumpfen sie dank WLAN, Bluetooth und Kartenleser viele klassische Desktop-PCs.

Für den TV

Dank des großen Angebots im Netz ist heutzutage niemand mehr auf das Fernsehprogramm angewiesen. Wer sich einen Film oder eine Serie anschauen will, kann sich per Online-Streaming jederzeit und an jedem Ort unterhalten lassen. Ein Vorteil von Mini-PCs gegenüber Geräten wie dem Apple TV oder Google Chromecast ist, dass die Nutzer nicht auf Apps angewiesen sind, sondern Mediendateien lokal abspeichern können. Zudem arbeiten kleine Modelle mit integrierter Grafikkarte fast geräuschlos, sodass sie im Wohnzimmer als Zuspieler für den Fernseher quasi unsichtbar sind. Aufgrund ihrer sehr kleinen Bauweise, dem geringen Stromverbrauch und der Ausstattung mit modernen Schnittstellen wie HDMI, USB 3.0 und Gigabit-Ethernet eignen sich Mini-PCs selbst für kleine Studentenwohnungen. Allerdings verfügen nur die größeren Geräte über ein CD-/DVD-Laufwerk. Wer also nicht nur Streaming-Plattformen nutzt oder mediale Inhalte vom USB-Stick abruft, muss Kompromisse beim Preis und der Gerätegröße machen.

Für berufliche Zwecke

Wer einen Mini-PC für berufliche Zwecke nutzt, profitiert ebenfalls von ihrer platzsparenden Größe: Die Minis sind je nach Design zwischen vier und acht Zentimeter hoch; die kleinsten Modelle belegen mitunter weniger Fläche als ein DIN-A5-Blatt. Damit passen sie problemlos unter den Verkaufstisch oder in die Schreibtischschublade. Wer seinen Mini-PC für Office-Anwendungen nutzen und ihn an Geräte wie Drucker, Scanner oder Beamer anschließen möchte, sollte darauf achten, dass das gewählte Modell bereits über ein Betriebssystem verfügt und genug Schnittstellen vorhanden sind. Denn zwei USB-Ports werden bereits von Tastatur und Maus belegt. Für die berufliche Nutzung sind daher meist vier bis sechs USB-2.0- oder -3.0-Ports erforderlich. Funk-Schnittstellen wie Gigabit-Ethernet, WLAN und Bluetooth sind dafür üblicherweise inklusive. Für einfache Büroaufgaben sind günstige Micro-PCs in der Größe eines USB-Sticks eine gute Wahl.

Als Gaming-PC

Für optimales Zocker-Vergnügen lassen sich wie beim herkömmlichen PC Hardware-Komponenten wie Maus und Tastatur, Monitor und Soundsystem anschließen. Im Gaming-Bereich offenbart sich aber auch ein Nachteil der Mini-PCs: Je nach Modell ist ihre Leistungsfähigkeit mehr oder weniger begrenzt, weswegen man sie meistens mit zusätzlicher Hardware aufrüsten muss. Beispielsweise sind 3D-Inhalte, die viel Rechenleistung und -speicher beanspruchen, auf einem Mini-PC nur schwer darstellbar. Passionierte Gamer mit hohen Ansprüchen müssen für eine optimale 3D-Performance auf Midi-Geräte mit schnellen Intel-Core- oder AMD-Prozessoren und separaten Grafikchips ausweichen und deswegen tiefer in die Tasche greifen – denn diese Geräte sind teurer.

Fazit: Zwar ist je nach Modell die Leistungsfähigkeit begrenzt; als kleine, flexible und stromsparende Alternative zu einem Desktop-PC sind die Mini-PCs jedoch ideal.

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