Superintendent Klaus Majoress (2. von rechts) ordinierte Pfarrer Oliver Johannes Bretschneider (links)

Fahnenschmuck und Glockenklang zu ungewohnter Zeit am vergangenen Sonntagnachmittag in der Innenstadt. Das volle Geläut der Erlöserkirche lud ein zu einem Festgottesdienst, der in dieser Form das letzte Mal 1955 gefeiert worden war: ein Ordinationsgottesdienst.

Die evangelischen Kirchengemeindeglieder, unter ihnen zahlreiche Mitglieder seiner Familie, seine Freunde und Kommilitonen sowie Dechant Andreas Neuser für die katholische Schwestergemeinde und als Vertreter der weltlichen Behörden Bürgermeister Christian Pospischil, feierten die Ordination von Pfarrer Oliver Johannes Bretschneider durch den Superintendenten des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg Pfarrer Klaus Majoress.

Der Superintendent wies in seiner kurzen Ansprache, bevor er die eigentliche Ordination vornahm, darauf hin, dass hinter Pfarrer Bretschneider viele Jahre Vorbereitung auf den heutigen Tag, aber auch Jahre des Suchens und Fragens lägen. „Vor Ihnen liegen nun viele Jahre in denen Sie Gemeinde Jesu bauen und verantworten werden, als Pfarrer irgendwann in einer Pfarrstelle“.

Zahlreiche Gäste bedachten Pfarrer Oliver Johannes Bretschneider mit einem Votum

An Pfarrer Oliver Bretschneider direkt gewandt, führte Superintendent Majoress aus, dass die Ordination sehr entscheidend sei, weil er damit die Beauftragung zur öffentlichen Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung in der evangelischen Kirche erhalte. Das heiße, dass er im öffentlich-rechtlichen Gottesdienst im Auftrag Jesu und unter dem Schutz der Kirche öffentlich predigen und die Sakramente spenden dürfe.

Bei der Ordination durch Handauflegung und Segen wurde er von zahlreichen Pfarrerinnen und Pfarrern unterstützt, die ebenso wie die Laien einen Abschnitt des Lebensweges mit Oliver Bretschneider gegangen waren und die ihm ein Votum auf seinen weiteren Weg mitgaben.

Der frisch ordinierte Pfarrer, der nachdem er zunächst Umweltwissenschaften in Bielefeld studiert hat, dann aber auf das theologische Studium gewechselt und bevor er nach Attendorn und Haus Nordhelle kam, sein Vikariat in Ergste absolviert hat, dankte in seiner Predigt allen Beteiligten für diesen Tag, den er wohl nie vergessen werde.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab die Gemeinde noch einen kleinen Empfang, bei dem die Gäste Gelegenheit hatten, dem frisch Ordinierten ihre Glückwünsche auszusprechen.

 

Der frisch ordinierte Pfarrer Oliver Johannes Bretschneider (links) verließ mit dem Superintendenten des Kirchenkreises Lüdenscheid -Plettenberg die Erlöserkirche Fotos: Karl-Hermann Ernst

 

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