Innenstadt Attendorn: ÖPNV macht Planänderung der Oberflächengestaltung notwendig

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Innenstadtentwicklung Attendorn Ennester Straße
Nach Aufbringen der ersten Tragschichten erhalten die Straßen eine auf die Vorgaben des Innenstadtentwicklungskonzepts farblich abgestimmte Einstreudecke, die mit Epoxidharz mit der Asphaltschicht verbunden wird.

Seit Ende Januar gehen die Bauarbeiten in der Ennester Straße und Am Seewerngraben in unvermindertem Tempo voran. Die Hansestadt Attendorn wird bei der Oberflächengestaltung der Innenstadt eine Planänderung vornehmen, um den Anforderungen durch den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gerecht werden zu können. Dadurch wird jedoch weder das Straßenbild optisch beeinträchtigt, noch ergeben sich zeitliche oder finanzielle Nachteile.

Das Innenstadtentwicklungskonzept sieht eine Pflasterung in dem Bereich Ennester Straße, Niederste Straße und Am Seewerngraben vor. Vor Beginn der Großbaumaßnahme hatten umfangreiche Untersuchungen ergeben, dass die Pflasterbauweise nach den geltenden Straßenbaurichtlinien für den nach dem Umbau auf diesen Straßen zu erwartenden Bus- und Lkw-Verkehr grundsätzlich geeignet ist.

Während der laufenden Baumaßnahme stellte eine anerkannte Prüfstelle jedoch fest, dass der Untergrund auf diesen Straßenabschnitten für eine Pflasterbauweise doch nicht die notwendige Tragfähigkeit für Busse und Lkws erreicht.

Baustelle Ennester Straße Januar 2017
Beim Aufbruch der Ennester Straße sind die Baufirmen und die Mitarbeiter der Hansestadt Attendorn auf ein unvorstellbares Leitungschaos unter der Erde gestoßen, die nun eine Planänderung beim Asphalt nötig machen.

Der Grund hierfür liegt in unvorhersehbaren Entwicklungen während der Bauphase. Michael Koch, Leiter des Tiefbauamtes der Hansestadt Attendorn, erklärt: „Bei einer Großbaustelle in diesem Umfang muss man täglich mit neuen Überraschungen rechnen. Allein beim Aufbruch der Ennester Straße sind wir auf ein unvorstellbares Leitungschaos unter der Erde gestoßen. Wir können den Untergrund nun nicht so verdichten, wie es für die Tragfähigkeit der Busse erforderlich wäre.“

Ein Festhalten an der geplanten Pflasterung würde ein erhöhtes Risiko mit sich bringen, dass sich das Pflaster in der von zahlreichen Bussen befahrenen Straße lockert. Dieses kommt für die Verantwortlichen ebenso wenig in Frage wie ein Verzicht auf den ÖPNV in der Innenstadt. Deshalb haben die Verantwortlichen im Rathaus der Hansestadt Attendorn nach einer optisch gleichwertigen Alternative gesucht.

Mit Erfolg. Zwar entpuppte sich die Suche nach einer alternativen Oberfläche für die Fahrbahn als schwierig, da sowohl die funktionellen Erfordernisse des Straßenverkehrs als auch der gestalterische Anspruch des Innenstadtentwicklungskonzepts zu berücksichtigen waren. Dennoch wird sich das Ergebnis im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen können.

Während die ebenfalls neu gestalteten und breiteren Fußgängerbereiche ohnehin wie geplant mit einem hochwertigen Pflaster befestigt werden, erhält der Bereich für den Pkw- und Busverkehr nun eine auf einer bituminösen Grundlage aufgebrachte Einstreudecke. Dabei wird die Straße zunächst in herkömmlicher Bauweise mit bituminöser Tragschicht, Binderschicht und Asphaltdecke hergestellt. Zeitlich versetzt kann dann eine auf die Vorgaben des Innenstadtentwicklungskonzeptes farblich abgestimmte Einstreudecke, die mit Epoxidharz mit der Asphaltschicht verbunden wird, aufgetragen werden. Durch ihre ebene Oberfläche ist auch eine barrierefreie Nutzung gewährleistet. Die Bauzeit wird durch das Asphaltieren entsprechend verkürzt werden.

Die Planänderung ist mit der Bezirksregierung in Arnsberg als Förderstelle abgestimmt.

Die Verantwortlichen bei der Stadt sind sich sicher: „Wir werden mit diesem neuen Asphalt eine optisch gleichwertige Lösung präsentieren. Die Zielvorgabe der Hansestadt Attendorn, die Aufenthaltsqualität insbesondere in der Ennester und Niedersten zu verbessern, werden wir auch mit der geänderten Oberflächengestaltung ebenso gut erreichen.“

Für Rückfragen stehen Michael Koch (Tel. 02722/64-309, E-Mail m.koch@attendorn.org) und Manuel Vogt (Tel. 02722/64-310, E-Mail m.vogt@attendorn.org) vom Tiefbauamt der Hansestadt Attendorn zur Verfügung.

Bildzeile „baustelle-ennester-strasse.jpg“: Beim Aufbruch der Ennester Straße sind die Baufirmen und die Mitarbeiter der Hansestadt Attendorn auf ein unvorstellbares Leitungschaos unter der Erde gestoßen, die nun eine Planänderung beim Asphalt nötig machen.

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