In die Planung zum Erhalt und Umbau des historischen Bahnhofs zum Bürger- und Kulturzentrum ist ganz neuer Schwung gekommen. Bei einer Mitgliederversammlung vor Ort wurde am Mittwochabend ein neuer Vorstand gewählt, der ab sofort dreiköpfig ist. Vorsitzender ist Jens Leiendecker, ehemaliger Ratsherr aus Altena, der seit 2011 in der Hansestadt wohnt. Ihm zur Seite stehen Dr. Ina Kirchhoff und der Bausachverständige Andreas Luke, beide ebenfalls aus Attendorn.

Die Versammlung, erweitert durch Vorstände des Attendorner Vereins für Orts- und Heimatkunde,  sowie des Vereins KulturA für Kunst und Kultur,  dankte dem bisherigen Vorstand für die langjährige Arbeit, wobei klar gestellt wurde, das auch weiterhin das Ziel des Erhalts dieses  zentralen Gebäudes der Attendorner Geschichte gemeinsam vorangetrieben wird.

Im Dezember 2015 hatte der Stadtrat das Zeitfenster für die Planung und Entwicklung des Bahnhofs bis zum Jahresende 2016 erweitert. Andreas Luke berichtete vom erfolgreichen Fortgang der Planung und wird die entsprechenden Dokumente, die in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Krause bis zur annähernden Genehmigungsfähigkeit bereits entwickelt wurden, den Vereinen noch in diesem Jahr vorlegen. Allerdings stand noch eine Hürde im Raum, die im Rathaus aufgestellt worden war: Dort hieß es, die Vereine könnten den Bahnhof haben, wenn ein Investor gefunden würde. Der Kaufpreis beliefe sich in diesem Fall auf Euro 94.200,- für das Grundstück, zuzüglich eines Euros für das darauf befindliche Gebäude. Hier wurde allerdings noch einmal deutlich darauf hingewiesen, das Ehrenamtler in Vereinen solchen Verpflichtungen schon allein aufgrund ihrer Vereinssatzungen nicht nachkommen können. So hieß es schließlich einträchtig: Ein Bürgerhaus sei Sache der Stadt, das müsse sich eine Stadt leisten können. Es sei schon ein großes Pfund, wenn sich gleich drei ehrenamtlich geführte Vereine fänden, ihre Kraft in den Dienst eines Kulturprogramms in der Hansestadt zu stellen.

Die Versammlung trennte sich nach drei Stunden in der gemeinsamen Zuversicht, dass ein tragfähiges Konzept mit neuem Elan nun endlich zum Erfolg geführt werden könne.

 

Attendorner Bahnhofsverein mit neuem Vorstand

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