wichtigsten multiresistenten Keime in 87 Akutkliniken von HELIOS vorgekommen sind (www.helios-kliniken.de/hygiene). Mit dabei sind auch die Zahlen für die HELIOS Klinik Attendorn. Die Übersicht zeigt, dass das Haus gute Arbeit dabei leistet, die Patienten vor Keimübertragungen zu schützen.

Aufgeführt werden die drei am häufigsten auftretenden multiresistenten Erreger MRSA, VRE und MRGN. In einer grafischen Darstellung wird die Entwicklung der Keimbelastung über die letzten Jahre hinweg bis Mitte 2016 abgebildet. Multiresistente Keime können für abwehrgeschwächte Patienten eine ernsthafte Gefahr darstellen, weil sie resistent, also unempfindlich gegen die meisten Antibiotika und deshalb nur schwer zu bekämpfen sind.

Die Zahl der in der HELIOS Klinik Attendorn erworbenen MRSA-Erreger ist auf niedrigem Niveau und im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Diese positive Entwicklung ist bemerkenswert, obwohl das Haus von einer unterdurchschnittlichen Zahl an Patienten besucht wird, die einen Keim mitbringen. „Wir haben hier auf dem Land nicht so viele Keimträger. Trotzdem müssen wir die mitgebrachten Erreger gut managen“, sagt Hygienefachkraft Stefan Lorenz.

Verbesserung auch bei VRE und MRGN

Positive Entwicklungen gibt es auch im Umgang mit VRE- und MRGN-Erregern. Auch hier ist die Zahl der im Krankenhaus erworbenen Fälle rückläufig. „Wir können hier eine gute Entwicklung beobachten. Unser Ziel muss es aber sein, dass wir uns Jahr für Jahr ein Stückchen verbessern“, so Sabine Gebühr, ebenfalls Hygienefachkraft der Klinik.

Seit der Novellierung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) 2012 ist jedes Krankenhaus dazu verpflichtet, die häufigsten infektionsrelevanten Erreger zu erfassen, zu dokumentieren und zu bewerten. Diese Daten werden zum Beispiel durch sogenannte Screenings erhoben: Patienten aus bestimmten Risikogruppen, die durch das Robert Koch-Institut Berlin (RKI) festgelegt wurden, werden bei ihrer Aufnahme auf eine Vielzahl von Erregern getestet.

HELIOS stellt schon seit 2012 als einzige Klinikgruppe in Deutschland die Zahlen zur Keimbelastung in seinen Kliniken in einem eigenen Hygiene-Portal für alle einsehbar online. Zudem analysiert HELIOS seit der Änderung des IfSG für jede einzelne Klinik den Antibiotikaverbrauch im Zusammenhang mit Resistenzentwicklungen der Bakterien.

Ein Blick auf die Gesamtheit der HELIOS Kliniken

Die Zahl der nosokomialen MRSA-Fälle ist bei HELIOS in den letzten drei Jahren seit 2013 leicht zurückgegangen. Die in die Kliniken mitgebrachten MRSA-Fälle lagen 2015 um das 14-fache höher als die in den Kliniken erworbenen Fälle.

Bei den VRE-Fällen zeigt sich zwischen 2014 und 2016 (erstes Halbjahr) ein Anstieg sowohl der mitgebrachten als auch der im Krankenhaus erworbenen Fälle. „Hier müssen wir noch genauer hinsehen und daran arbeiten, diesen Anstieg aufzuhalten und zu reduzieren“, betont der beratende Krankenhaushygieniker der HELIOS Kliniken Gruppe, Professor Dr. med. Henning Rüden. „Deshalb testen wir seit Anfang 2016 auf unseren Stationen mit gehäuftem Auftreten von VRE-Fällen alle neu aufgenommenen Patienten auf diesen Keim.“ Bei den sogenannten MRGN zeigen die Daten zwischen 2013 und 2016 bei den mitgebrachten Fällen einen Anstieg. Im gleichen Zeitraum wurden in den HELIOS Kliniken weniger im Krankenhaus erworbene Fälle registriert.

Die HELIOS Klinik Attendorn wurde außerdem für ihre Teilnahme an der europaweiten Punkt-Prävalenzerhebung PPS 2016 zertifiziert, einer Erhebung im Rahmen des europäischen Projekts des European Center for Disease Prevention and Control (ECDC). Hierbei wird das Vorkommen von nosokomialen Infektion und zur Anwendung von Antibiotika in Deutschland untersucht.

 

HELIOS Klinik Attendorn verbessert sich weiter im Umgang mit Keimen

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