Einen informativen Vortrag zum Thema Wölfe hielt  am Freitag, 18. November, Wolfsexperte und NABU-Mitglied Dietmar Birkhan. Veranstalter des Vortrags ist der „Pfötchenclub“ des Olper Tierheims.

Er ist der Vorfahre eines der beliebtesten Haustiere Deutschlands, dem Hund. Dennoch hat er mit diesem kaum noch etwas gemein, denn die Auseinanderentwicklung des beliebten Haustiers begann bereits in der Steinzeit, als der Mensch begann, sesshaft zu werden.

Einen richtigen Wolf zu erkennen ist gar nicht so einfach. Er hat graues Fell und eine Schulterhöhe von bis zu 90 cm. Die Fußabdrücke eines Wolfes sind groß, dennoch ist es schwer, diese von den Spuren normaler Hunde zu unterscheiden. Viel mehr fällt seine ruhige, geradlinige Gangart auf, die u. a. von seinen scharfen Sinnen herrührt. Anders als ein Haushund nimmt er Gerüche und Geräusche präzise wahr, ohne zu ihnen hinlaufen zu müssen.

Der Wolf – Scheuer Waldbewohner oder Menschenfresser?

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Vier Mitgliederinnen des Pfötchenclubs des Tierheims Olpe

So manch einer hat Angst vor dem großen bösen Wolf, der in so vielen Märchen und Geschichten die Rolle des Antagonisten angenommen hat. In Wirklichkeit ist er jedoch alles andere als ein Menschenfresser und eher daran interessiert, möglichen Gefahren, die ihm unnötig die Kraft rauben, aus dem Weg zu gehen. Füttert man einen Wolf, ist das allerdings was anderes: „Wieso soll der Wolf sich vom Menschen fernhalten, wenn dieser ihn füttert? Ist doch klasse!“, erklärt Dieter Birkhan. Besser sei es, Lärm zu machen oder auch einen Ast zu werfen, sollte man einem Wolf doch mal begegnen. Die Tiere sind zwar neugierig, jedoch auch scheu und flüchten lieber vor dem unbekannten Zweibeiner.

Wichtig wird es eher für Spaziergänger mit Hund: „Nicht zu 100, sondern zu 1000 Prozent muss der Rückruf funktionieren. Wenn der Hund in das Revier eines Wolfes gerät, wird es gefährlich. Ein Hund hat eine ganz andere Körpersprache als ein Wolf, diese wedeln nicht mit dem Schwanz und verstehen die Geste auch nicht.“

Speziell Landwirten rät der Referent zur Sorgfältigkeit: „Springen können die wenigsten Wölfe, deshalb reicht oberhalb des Zauns ein Flatterband.“ Dass der Zaun dicht unten am Boden schließen zu lassen. „Wölfe graben sich ihren Weg, wenn ihnen die Gelegenheit geboten wird.“ Auf die Frage hin, warum der Wolf gerade jetzt zurückkommt, hat der Referent eine simple Erklärung: „Der Lebensraum ist günstig beschaffen und für die Aufzucht der Jungen gibt es viel Platz.“

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