Zu einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema „Herausforderungen für Europa – Wohin steuert Europa?“ hatte die SPD Attendorn eingeladen. Als Expertin konnte Wolfgang Langenohl als Stadtverbandsvorsitzender und Landtagskandidat des SPD Kreisverbandes Olpe, mit Birgit Sippel, MdEP für Südwestfalen und innenpolitische Sprecherin der europäischen Sozialdemokraten, eine hochkarätige Referentin und Diskussionspartnerin im Attendorner Stadthallenrestaurant begrüßen.

Europaabgeordnete Birgit Sippel besuchte die Hansestadt Attendorn
Wolfgang Langenohl, Birgit Sippel und Sebastian Sonntag

In ihrer ausführlichen Darstellung der derzeitigen Situation spannte sie den Bogen zwischen der nur schwer kontrollierbaren Zuwanderung aus den um uns herum liegenden Krisengebieten, dem Problem der Aufnahmeverweigerung für Flüchtlinge in den südost- und osteuropäischen Mitgliedsstaaten, wie z. B. Ungarn und Polen, der Diskussion um die geplanten Freihandelsabkommen CETA und TTIP, dem drohenden Brexit, einem nach den Vorkommnissen der letzten Wochen und Monate ebenfalls drohenden und von vielen bereits energisch geforderten Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei und dem Erstarken der rechten bzw. rechtspopulistischen Kräfte in den Niederlanden, in Frankreich, in Ungarn, in Polen und nicht zuletzt natürlich auch in unserem eigenen Land.

Nach ihrem Vortrag stellte sie sich den Fragen der anwesenden Bürger -bei weitem nicht ausschließlich SPD-Mitglieder–und es entspann sich eine lebhafte Diskussion, die auch in ihrer Dauer weit über den vorab geplanten Zeitrahmen hinausging. Birgit Sippel beantwortete alle Fragen sehr sachlich, geduldig und ausführlich. Dabei machte sie deutlich, dass das europäische Parlament selbst eine mustergültig transparente Einrichtung sei, so könnten beispielsweise alle Debatten im Netz in der eigenen Sprache mitverfolgt werden. Die eigentliche Black-Box sei der Rat, der stets hinter verschlossenen Türen tage und lediglich die fertigen Entscheidungen, nicht aber die Probleme bei der Entscheidungsfindung nach außen dringen lasse. An der Transparenz dieses Gremiums sei sicherlich noch zu arbeiten.

Zum Schluss betonte Sippel nochmals, dass es wichtig sei, sich immer wieder bewusst zu machen, dass es die europäische Einigungsbewegung gewesen sei, die dem Kontinent mehr als 70 Jahre Frieden und eine bis vor wenigen Jahren nicht für möglich gehaltene Bewegungsfreiheit innerhalb des Bündnisses ermöglicht habe. Dies spreche dafür, dass Europa sich auch weiterhin in eine für die Menschen positive Richtung entwickeln könne und müsse. Wolfgang Langenohl bedankte sich bei der Abgeordneten dafür, dass sie sich trotz ihres übervollen Terminkalenders so viel Zeit für die Diskussion mit den Attendorner Bürgern genommen habe. Sippel versicherte weiterhin gerne in die Hansestadt zu kommen.

Weitere Informationen unter www.spd-attendorn.de

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