Sanierung des Automobilzulieferers Kemmerich-Gruppe

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Als Insolvenzverwalter über das Vermögen des Automobilzulieferers Kemmerich-Gruppe ist Dr. Jan-Philipp Hoos nach nur dreimonatiger Betriebsfortführung eine erfolgreiche Sanierung gelungen. Die gesamte Kemmerich-Gruppe einschließlich ihrer Tochtergesellschaften in der Tschechischen Republik, Spanien und den USA wird an die portugiesische Sodecia-Gruppe veräußert, die ebenfalls weltweit als Automobilzulieferer tätig ist.

Die Kemmerich-Gruppe beschäftigt weltweit rund 1.000 Beschäftigte – im Attendorner Stammhaus rund 650 Mitarbeiter, im Werk in Niederau-Gröbern nahe Dresden rund 80 Beschäftigte sowie in den Werken in Valencia (Spanien), Valasská Polanka (Tschechien) und zusätzlich seit 2015 in Auburn (Alabama). Das seit dem Jahr 1897 bestehende Traditionsunternehmen entwickelt und fertigt qualitativ hochwertige Stanz-, Zieh- und Biegeteile aus unterschiedlichen Materialien für namhafte Automobilhersteller.

Bei der Sodecia-Gruppe handelt es sich um ein im Jahr 1980 gegründetes familiengeführtes Unternehmen. Die Gruppe ist einer der weltweiten Marktführer im Bereich Strukturteile und Getriebe für die Automobilindustrie. Mit dem Erwerb der Kemmerich-Gruppe wird die Sode-cia-Gruppe ihre Präsenz in Europa und den USA vergrößern sowie ihre Wettbewerbsposition und Technologien in allen Kernmärkten stärken.

„Hinter uns liegen drei sehr arbeitsintensive Monate. Ich bin sehr froh, in so kurzer Zeit einen finanzstarken strategischen Investor für Kemmerich gefunden zu haben, der auch die Zustimmung aller Kunden des Unternehmens findet“, so Dr. Hoos. „Sodecia denkt und handelt langfristig. Die Kemmerich-Gruppe weiß ich in guten Händen.“

Rui Monteiro, Geschäftsführer von Sodecia, erklärt: „Die Akquisition der Kemmerich-Gruppe ist ein strategischer Meilenstein für unser Unternehmen aufgrund der hohen Bedeutung der Kemmerich-Gruppe in der Automobilindustrie. Die Kemmerich-Gruppe wird eine wichtige Rolle in unserer langfristigen Strategie einnehmen. Wir sind uns sicher, dass wir mit dieser Akquisition die Wettbewerbsposition unseres Unternehmens stärken und die Qualität unserer Leistungen für alle Kunden weltweit verbessern können. Wir arbeiten kontinuierlich daran, den von uns generierten Mehrwert für unsere Kunden zu erhöhen. Diese Transaktion ist ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung. Wir werden mit der Kemmerich-Gruppe wachsen und eine zentrale Bedeutung im europäischen und amerikanischen Automobilmarkt erreichen, die allen Original Equipment Manufacturern eine hohe Stabilität und Verlässlichkeit gewährleistet.“

Zum White & Case-Team bei der Kemmerich-Gruppe gehören Partner Dr. Jan-Philipp Hoos (Federführung), Local Partner Dr. Ellen Meyer-Sommer sowie die Associates Dr. Felix Höpker, Dr. Daniel Schwartz und Stefanie Breitenströter-Brüggemann (alle Insolvenz-recht/Sanierung).

Der Verkauf der Kemmerich Gruppe wurde auf Seiten des Insolvenzverwalters von der Kanzlei McDermott Will & Emery Rechtsanwälte Steuerberater LLP unter Federführung von Dr. Matthias Kampshoff begleitet. Unterstützt wurde Dr. Hoos weiterhin von Martin Schwarzer und Wilfried Böckmann von der M&A-Beratungssparte der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

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