Nach vielen Jahren wieder erstes Mädchen an der kleinen Trommel

von: Denise Fischer

Konzentration: Links, rechts, links, rechts – und immer die Augen gebannt auf die Füße gerichtet. Es ist das erste Schützenfest, bei dem die Jungmusiker des Heldener Tambourcorps mitgehen, das Instrument an die Hüfte gebunden. Noch wird nicht mitgespielt bzw. nur sehr leise. Dieses Jahr sollen sie erst mal mitmarschieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen, die Nervosität ist schon so groß genug.

Die Nachwuchsmusiker des Tambourcorps Helden sind stolz darauf, dass Sie schon mitgehen dürfen, auch Lisa Eisenburger. Sie ist seit langer Zeit das erste Mädchen, das im Tambourcorps mittrommelt. Ebenfalls neu sind die Trommler Max Ohm, Emil Zeppenfeld und Jonas Erlhof.

Rhythmusgefühl schon früh entdeckt

„In der ersten Klasse hatte ich Blockflötenunterricht.“, erzählt die Heldenerin. Das war ihr aber entschieden zu langweilig, etwas anderes musste her. Erst hatte sie überlegt, in den Chor zu gehen, denn Singen macht ja auch Spaß. Schon früh hatte sie aber auch entdeckt, dass sie Rhythmusgefühl im Blut hat. So kam es, dass sie sich letztendlich für ein Rhythmusinstrument entschied.

„In der dritten Klasse habe ich mit den Congas angefangen, danach kam der Schlagzeugunterricht bei Andreas Brückner, das war toll!“ Durch die Umstrukturierung der Musikschule in Helden wurde Andreas Brückner allerdings in die Musikschule Finnentrop versetzt. Da das Tambourcorps Helden ebenfalls an der Trommel ausbildet, haben Lisa und Mutter Barbara entschieden: Das Tambourcorps soll es sein!

Einmal pro Woche haben Lisa und ihre musikalischen Mitstreiter Unterricht, jeden zweiten Tag übt sie selbst. „Sogar freiwillig!“, lobt Barbara ihre Tochter. Auf die Frage, wie sie es mit dem Lärm aushält, antwortet sie: „Da wir Gott sei Dank ein Lärmdämpfungsset bekommen haben, ist das kein Problem.“ Dass Lisa im Hintergrund zu verstehen gibt, dass sie das aber nicht immer benutzt, wird lachend ignoriert.

Attendorner Geschichten Trommel
Lisa macht das Trommeln richtig viel Spaß.

Das Tambourcorps Helden zeigt vorbildliches Engagement für seinen Nachwuchs

Lobend erzählt Lisas Mutter auch von dem Engagement, dass das Tambourcorps Helden bei seinem Nachwuchs an den Tag legt: „Der Verein bemüht sich unheimlich um die Kinder. Sie achten darauf, dass die Eltern in den ersten Jahren möglichst keine Kosten haben. Die Erwachsenen Mitglieder kümmern sich außerdem alle um die Kinder, jeder kann gefragt werden, ob offizieller Ansprechpartner oder nicht.“

Auch ohne Trommel ist Lisa ein absoluter Vereinsmensch. Im FSV Helden spielt sie Fußball, bei den Heldener Fünkchen wird getanzt. Außerdem freut sie sich schon, wenn sie nach den Sommerferien nach Attendorn auf die weiterführende Schule geht.

Liebe Lisa, auch die Redaktion der Attendorner Geschichten wünscht dir noch viel Spaß mit der Musik und viel Erfolg auf deinem weiteren Lebensweg!

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