Schulausflug zum Frauenarzt

Am Montag kam wohl der spannendste Teil der Unterrichtsreihe „Sexualkunde“ der Klasse 4a der Sonnenschule Attendorn. Gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Angela Klose machten sich die Viertklässler auf den Weg zur Frauenarztpraxis Dr. Pfingsten, um dort mit allen Sinnen zu erleben, was vorher nur schwarzweiß abstrakt auf Arbeitsblätter gedruckt war.

Sonnenschule Attendorn besuchte Dr. Rainer PfingstenNach einem herzlichen Empfang durch Herrn Dr. Rainer Pfingsten und seine beiden Mitarbeiterinnen Frau Susanne Bönninghoff und Frau Susanne Schleif erfuhren die Kinder vom Fachmann zunächst einmal einiges über die Anatomie von Mann und Frau. Einiges war den Kindern schon bekannt, aber vieles ging auch über das im Unterricht Erlernte hinaus und bereicherte das Wissen der Schüler und Schülerinnen noch um einiges.

So staunten die Kinder beim Thema Verhütung nicht schlecht, als Herr Dr. Pfingsten den Kindern anschaulich klar machte, was für einen langen Weg so eine winzige und nur unter dem Mikroskop sichtbare Spermie zurücklegen muss, um an ihr Ziel, eine Eizelle zu gelangen:

Der Weg der Samenzelle

„Stellt euch vor: Ein Mensch müsste im Vergleich dazu in 100% Finsternis auf einem mehrere Kilometer langen und auch sehr breiten Weg ein klitzekleines Zielobjekt finden. Ob ein Mensch das schafft, ist fraglich. Aber bei den Samenzellen funktioniert das sehr, sehr, sehr oft, sonst würden wir nicht alle hier sein.“ Diese Tatsache konnten die Kinder gut nachvollziehen, da sie vor ein paar Wochen in einem Dunkelcafe in Siegen waren, bei dem in vollkommener Dunkelheit der kurze Weg vom Kuchen in den Mund bzw. von der Flasche ins Glas schon eine große Herausforderung war.

Über alte und neue Verhütungsmethoden

Da die Kinder aus dem Unterricht schon einiges an Wissen über moderne Verhütung mitbrachten, erkannten sie recht schnell die Risiken früherer Verhütungsmethoden: Giftige Kräuter essen, häufig niesen, hüpfen, einem Frosch dreimal ins Maul spucken, magische Sprüche, Vaginalzäpfchen aus Granatapfelkernen bzw. Krokodildung und Scheibchen aus Bienenwachs.

Bei einem Ultraschall konnten die Kinder dann ein quirliges kleines Baby im Mutterleib sehenSonnenschule Attendorn besuchte Dr. Reiner Pfingsten und sie betrachteten andächtig das pulsierende Herzchen, die winzigen Ärmchen und  Beinchen und das zarte Rückgrat.
Sonnenschule Attendorn besuchte Dr. Rainer PfingstenIm Untersuchungszimmer durften sowohl die Jungs als auch die Mädchen den gynäkologischen Stuhl ausprobieren und Spermien unter einem Mikroskop betrachten. Um den Kindern die Ähnlichkeit von Spermien und Kaulquappen anschaulich zu machen, hatten sich Herr Dr. Pfingsten und Frau Susanne Bönninghoff einen Tag vorher extra auf den Weg in den Wald zu einem Teich gemacht, um ein paar Kaulquappen zur Demonstration einzufangen. Leider waren die Tierchen schon aus dem Kaulquappenstadium heraus und bereits klitzkleine Frösche. Und so konnten die Kinder immerhin zwei putzmuntere Fröschlein in einer Tupperdose bewundern.


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