Bei der Anschaffung einer Armbanduhr steht man meist vor der Frage, ob der Zeitmesser eher elegant oder sportlich sein soll. Während Dresswatches hauptsächlich aus modischen Gesichtspunkten und in puncto Ganggenauigkeit zu bewerten sind, sind bei sportlichen Uhren für Taucher, Piloten und Rennfahrer auch Zusatzfunktionen und praktische Designs wichtig. Worauf es den Letzteren ankommt und welche Uhrenmodelle es in ihrem jeweiligen Einsatzgebiet zu tickenden Legenden geschafft haben, klärt der folgende Überblick.

Fliegeruhren

Schon in den Pionierzeiten der Luftfahrt haben sich bestimmte Kriterien für die Konzeption einer Armbanduhr durchgesetzt, die bis heute nicht ihre Gültigkeit verloren haben: Laut diesem Artikel gehen Fachleute davon aus, dass die Geburtsstunde der Fliegerarmbanduhr auf das Jahr 1904 fällt. Der Flugpionier Alberto Santos Dumont stellte fest, dass die bis dahin beliebten Taschenuhren im Cockpit höchst unpraktisch sind. Seither haben sich eine gute Ablesbarkeit und ein fester Sitz am Handgelenk als unverzichtbare Kennzeichen einer Fliegeruhr etabliert. Heute haben viele Fliegeruhren zusätzliche Chronographen-Funktionen wie eine Stoppuhr. Mit einer zusätzlichen Tachymeterskala können Geschwindigkeiten berechnet werden und leuchtende Zeiger sorgen auch bei Dunkelheit für eine gute Ablesbarkeit. Bedeutende Fliegeruhren sind zum Beispiel die Zenith Pilot oder Longines Lindbergh.

Rennfahreruhren

Die Tachymeterskala ist selbstverständlich auch bei Rennfahreruhren unverzichtbar: Uhren wie die Rolex Daytona erinnern schon mit ihrem Namen an die legendären Autorennen in Daytona Beach. War sie zunächst noch ein Ladenhüter, verhalf ihr unter anderem Paul Newman zu ihrem heutigen Ruhm als Rennsportuhr mit absolutem Kultstatus. Der Schauspieler und leidenschaftliche Rennfahrer trug sie in den 1960er-Jahren – der Durchbruch für die Daytona. Marken wie TAG Heuer erinnern auch immer wieder an bedeutende Rennen: So sind anlässlich des 100. Indy-500-Rennens zwei Chronographen erschienen: Das Modell Carrera der Marke ist nach einem weiteren Rennen in Mexico benannt und gilt zugleich als Aushängeschild der Marke.

Taucheruhren

Für Taucher sind vor allem drei Eigenschaften einer Uhr entscheidend: Eine möglichst hohe Wasserdichte, eine gute Ablesbarkeit und eine drehbare Lünette, mit der der Startzeitpunkt eines Tauchgangs markiert werden kann. Das Armband ist in der Regel nicht aus Leder, sondern aus Edelstahl, Titan oder Gummi. Zeitindizes sind zudem mit einer Leuchtmasse versehen, sodass die Uhr auch im Dunkeln ablesbar ist. Als Klassiker gelten beispielsweise die Rolex Submariner oder die Omega Seamaster. Nicht unerwähnt bleiben darf auch die IWC GST Deep One – die erste mechanische Armbanduhr mit integriertem Tauchtiefenmesser.

Bildrechte: Flickr Rolex Submariner KathaarianLifeCode
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