Mit einem Tag der offenen Tür präsentierten sich die Werthmann-Werkstätten, Abteilung Attendorn, am Samstag am neuen Standort im Industriegebiet Askay. Der Tag begann am Vormittag mit einer Andacht der Religionsgemeinschaften, die vom Pastor Epkenhans von der katholischen Kirche, Pfarrer Schliebener von der evangelischen Kirchengemeinde und Imam Haci Bayin vom Moschee- und Kulturzentrum DITIB Attendorn gestaltet wurde.

Tag der offenen Tür - Werthmann Werkstätten Attendorn
Schlüsselübergabe am Samstag: Christoph Becker, Hans-Rüdiger Tepe mit Sohn Janik, Dirk Schürmann Silke Kammerer , Lothar Epe, Benedikt König und Andreas Mönig. (v.l)

Im Anschluss erfolgte im eigens für die Festivitäten errichteten Zelt der offizielle Teil der Einweihung. Zunächst sorgte Stimmwerk, der Chor der Werthmann-Werkstätten, unter der Leitung von Tatiana Hundt und Karl-Heinz Wortmann, für Gänsehaut. Der Chor feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen und fünf Gründungsmitglieder singen noch heute in den Reihen des Chores. Andreas Mönig, Leiter der Werthmann Werkstätten, ließ es sich nicht nehmen, alle Chormitglieder zum Essen einzuladen. „Zu einem Geburtstag gehört auch ein Geschenk.“

Den anschließenden Reigen der Grußworte eröffnete Lothar Epe, Vorsitzender des Caritasrates: „Es ist geschafft und das ist gut so. Danke an alle, die mitgearbeitet haben und so Arbeit möglich machen. Das ist unser Auftrag für Menschen, die zwar ein Handicap haben, aber auch viele Talente.“ Inklusion ist hier das Schlüsselwort, so Epe. „Die Werthmann Werkstätten haben Geschichte und Zukunft in Attendorn.“

Tag der offenen Tür - Werthmann Werkstätten Attendorn
Andre Hoberg, Dirk Schürmann und Silke Kammerer erzählen vom Alltag in den neuen Räumen.

Landrat Frank Beckehoff beglückwünschte allen zu den neuen Räumen. „Es ist wichtig Arbeit zu haben, auch für Menschen mit Behinderung. Sie ist nicht nur die Grundlage der Inklusion, sie stärkt auch die Unabhängigkeit und das Selbstvertrauen jeden Menschen.“ Beckehoff stellte kurz den Inklusionsplan des Kreises vor. „Eine Arbeitsgruppe befasst sich auch mit dem Bereich Arbeit, denn es ist wichtig, allen Menschen entsprechend ihren Möglichkeiten Arbeit zu geben.“ Erste Ergebnisse werden im kommenden Jahr vorgestellt.

Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil bedankte sich für den immer freundlichen und strahlenden Empfang in der Werkstatt. „Wir sind stolz, so eine Einrichtung wie die Werthmann Werkstatt in Attendorn zu haben. Dabei geht es um mehr als um Arbeit, es geht um Sozialkontakte und Selbstbewusstsein, was die 320 Beschäftigen hier erfahren.“ Pospischil sagte auch für die Zukunft die Unterstützung der Hansestadt zu.

Für diese Unterstützung bedankte sich Christoph Becker, Vorstand Caritasverbandes Olpe, sowohl bei der Stadt wie auch beim Kreis. Mit dieser Hilfe war es möglich, den Umbau so schnell und reibungslos umzusetzen.

Diese Hilfe und die Hilfe der Handwerker und Beschäftigten hob auch Architekt Hans-Rüdiger Tepe hervor. „Im September vergangenen Jahre gab es die Ausschreibung und heute sind wir hier. Jeder hat hier alles gegeben, die Handwerker vor Ort, die Beschäftigten und auch die Caritas. Das hat mich sehr beeindruckt. Darauf können Se stolz sein.“ Zusammen mit seinem Sohn Janik überreichte Tepe anschließend den symbolischen Schlüssel für die Werkstatt.

Andreas Mönig sprach ironisch die Befürchtung aus, dass nach der hervorragenden Leistungen des gesamten Bauteams dieses jetzt von den Verantwortlichen der Großbaustelle Berliner Flughafens abgeworben werden könnte.

Andre Hoberg und Silke Kammerer vom Werkstattrat sowie Abteilungsleiter Dirk Schürmann fassten zusammen wie sie den Umzug und die Arbeit am neuen Standort erlebt haben und jetzt erleben.

Nachdem „Stimmwerk“ nochmals für eine musikalischen Höhepunkt und Stand-up Künstler „Hausmeister Mielke“ für Lacher sorgten, konnten die neuen Räume in einzelnen Gruppen besichtigt werden. Außerdem gab die Küche der Werkstatt eine Kostprobe ihres Könnens.

Am Nachmittag zum Tag der offenen Tür riss der Besucherstrom für die Besichtigung der neuen Abteilung in Attendorn nicht ab. „Wir sind beeindruckt von der Anzahl der vielen Besuchern und den positiven Rückmeldungen“, resümierte Dirk Schürmann.

 

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