Sauerlandia Attendorn und das Sinfonische Blasorchester des Musikzuges Ennest begeisterten beim Konzert „Lichter der Einheit“

Um Punkt 19.30 Uhr wurde das Licht  in der Pfarrkirche ausgeschaltet. Nur die kleinen Lämpchen an den Notenständern der Musiker waren noch eingeschaltet. Dann startete das Sinfonische Blasorchester unter der musikalischen Leitung von Ingo Samp dieses beeindruckende Konzert mit dem Kürassiermarsch „Großer Kurfürst“. Gleichzeitig wurde der Innenraum des Sauerländer Doms nach und nach von vorne nach hinten in dunkeltotes Licht getaucht.

„Lichter der Einheit“ war das Motto und dies wurde im Laufe des Events immer wieder  durch viele bunte Lichteffekte aus vielen Scheinwerfern stimmungsvoll bei den einzelnen Musikstücken umgesetzt. So etwas hat es in diesem Umfang im Sauerländer Dom noch nicht gegeben!  So wurde das Wahrzeichen der Stadt Attendorn durch 50 farbig ausgestattete LED-Scheinwerfer passend zu jedem Musikvortrag ausgeleuchtet. Auch das Gewölbe der Kirche wurde unterschiedlich beleuchtet: vom dunkelrot über gelb und grün bis hin zu einem satten lila war alles vertreten. Ein Konzert der Extraklasse für die Sinne der über 900 Zuhörer und Zuschauer.

In seiner Begrüßungsansprache ging Pastor Andreas Neuser auf die Ereignisse vor 25 Jahren ein. Begonnen hat damals alles in den Kirchen, wo die Christen sich trafen um danach friedlich auf den Straßen zu rufen „Wir sind das Volk – wir sind ein Volk“.

Nach der „Kleinen Fuge in g-moll“ von Johann Sebastian Bach ging Bürgermeister Christian Pospischil auch auf die aktuelle Situation bei den Flüchtlingen ein. Er rief dazu auf, sich solidarisch mit den Flüchtlingen zu zeigen und den Menschen, die zu uns kommen, auch zu helfen.

Im ersten Block der Sauerlandia wurden die anspruchsvollen Stücke „Jubilate Deo“, „Ave Maria“ (arrangiert von Chorleiter Christoph Ohm) und das weltbekannte „Panis angelicus“ von César Franck mit dem Tenorsolo von Otto Höffer vorgetragen.

Beim anschließenden „Marche des soldats de Robert  Bruce“ des Sinfonischen Blasorchesters zeigten Verena Brieden und Frank Regeling ihr musikalisches Können durch ihr Flötensolo.

Auch der Schlusssatz aus der „Orgelsinfonie“ von Camille Saint-Saens war ein besonderer Leckerbissen, da hier erstmals die Ennester gemeinsam mit dem Kirchenmusiker Thorsten Schmehr an der renovierten Orgel des Sauerländer Domes musizierten.

Christoph Höffer als Tenorsolist und Felix Viegener an der Conga waren die Protagonisten beim Werk „Whom shall i fear“, mit dem die Sauerlandia den modernen Part begannen. Gefolgt von einem Stück von Udo Jürgens „Ich werde da sein“, welches von Christoph Ohm extra für die Sauerlandia arrangiert wurde.

Im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung stand sicherlich auch die  „Hymne schlechthin“ von den Scorpions  „Wind of change.

Landrat Frank Beckehoff sprach in seinem Grußwort am Ende dieses eindrucksvollen Konzerts davon, dass die friedliche Überwindung der Teilung Deutschlands für ihn immer noch ein Wunder ist. Er konnte sich auch deswegen genau daran erinnern, was damals vor 25 Jahren geschah, weil an diesem Tag auch seine zweite Tochter geboren wurde. Auch heute ständen wir vor großen Herausforderungen aufgrund der großen Anzahl von Flüchtlingen, die zu uns kommen. Er war sich aber sicher, dass wir auch dieses schaffen werden.

Höhepunkt des Konzertes war die gemeinsame Aufführung des Schlusschores „Freude schöner Götterfunken“ aus Beethovens 9. Sinfonie sein, eine Hommage an das wiedervereinigte Deutschland und an Europa. Nach der Nationalhymne als Finale gab es für die Sauerlandia und das Sinfonische Blasorchester langanhalten Beifall für dieses einmalige Musikevent.

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