Wären am liebsten sofort losgefahren: die Drittklässler, die die neuen Fahrräder vorstellten. Im Hintergrund (von links) Schulleiterin Anke Olberts, Michael Wulf, Katharina Neumann, Andreas Moll, Siegrid Südermann und PHK Bernd Neumann Foto: Karl-Hermann Ernst
Wären am liebsten sofort losgefahren: die Drittklässler, die die neuen Fahrräder vorstellten. Im Hintergrund (von links) Schulleiterin Anke Olberts, Michael Wulf, Katharina Neumann, Andreas Moll, Siegrid Südermann und PHK Bernd Neumann
Foto: Karl-Hermann Ernst

Ein kleines Extra-Geschenk überreichte der Geschäftsführer der Kreisverkehrswacht Olpe Michael Wulf am vergangenen Mittwochmorgen der Schulleiterin der Hakemicke Grundschule, Anke Olberts zum Schluss. „Damit die Lehrerinnen und Lehrer bei den praktischen Fahrübungen auch von den Fahrschülerinnen und -schülern entschieden werden können“, schenkte er ihr augenzwinkernd zehn neongelbe Warnwesten der Verkehrswacht.
Zuvor hatte er im Beisein des Schatzmeisters der Kreisverkehrswacht  Andreas Moll, Konrektorin Siegrid Sündermann , Katharina Neumann vom Förderverein der Schule und dem zuständigen Verkehrssicherheitsberater Polizeihauptkommissar Bernd Neumann vier Fahrräder und die dazu gehörenden Fahrradhelme übergeben.

Das geschah zugleich stellvertretend auch für die Grundschulen in Rothemühle mit zwei, in Ottfingen mit drei, der Attandara Schule mit drei und der Sonnenschule in Attendorn mit ebenfalls drei Fahrrädern und entsprechenden Helmen. Bereits seit Jahren unterstützt die Kreisverkehrswacht Olpe die Verkehrssicherheitsberater der Polizei bei der Planung und Durchführung der Radfahrausbildung und -prüfung an den Grundschulen im Kreis mit Unterrichts- und Prüfungsmaterial.

Von Zeit zu Zeit konnten auch für interessierte Schulen einzelne Fahrräder gekauft und den Grundschulen zur Verfügung gestellt werden. Wie Schulleiterin Anke Olberts berichtete, verfügen die meisten Viertklässler inzwischen über eigene Fahrräder. Es gäbe allerdings in zwischen eine steigende Anzahl von Kindern aus einkommensschwachen Familien, die sich ein eigenes Fahrrad nicht leisten könnten.

Da aber die Radfahrausbildung eine fest verankerte Größe, da in allen Bundesländern verpflichtend, müsse man nach Möglichkeiten suchen, auch diesen Kindern zu einem entsprechenden Abschluss zu verhelfen. Dabei helfe ein funktionssicheres Übungsfahrrad und ein Helm – wenn auch nur leihweise – enorm. Deshalb sei sie so dankbar für die Hilfe der KVWO.

Normalerweise bietet die Landesverkehrswacht den örtlichen Verkehrswachten jährlich einmal die Möglichkeit an, Schulungsfahrräder in begrenzten Kontingenten zu einem Sonderpreis zu erwerben. In diesem Jahr sei es erstmals gelungen, nach einer Stadt im Ruhrgebiet die zweithöchste Anzahl von Rädern (15) und dazu 30 Helme anzuschaffen, so der Geschäftsführer.

Der Vorstand der KVWO sei deshalb froh, diese Räder und die Helme unter Beteiligung der Verkehrssicherheitsberater interessierten Grundschulen kostenlos zur Verfügung stellen zu können. Er betrachte diese Hilfe insbesondere auch als Unterstützung der Schulen bei der Integration von Flüchtlingskindern und Kindern aus einkommensschwachen Familien mit Migrationshintergrund, die sich kein eigenes Rad leisten könnten.

Michael Wulf appellierte auch an die anderen Grundschulen, den genannten Schulen zu folgen. Wenn bei der KVWO Interesse angemeldet werde, sei der Vorstand bereit, auch für das Jahr 2016 Fahrräder und Helme zur Weitergabe an Grundschulen des Kreises unter Ausschöpfung des Kontingents der Landesverkehrswacht zu ordern.

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