Mit über 1100 Ausstellern ist die 66. Internationale Automobilausstellung IAA in Frankfurt die größte seit der Jahrtausendwende. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr die Digitalisierung des Fahrzeugs bis hin zum vollautomatischen Fahrroboter. Der allerdings sei noch in weiter Ferne, weil der Fahrer noch immer gerne selbst entscheidet, wie sich Fachleute sicher sind. Allerdings ist auch bekannt, dass vor allem in den Ballungsräumen das eigene Auto oft nur noch eine geringe Rolle spielt. „Der 20-Jährige schließt erst sein iPod an, bevor er den Motor anlässt“, wie es beim AvD in einer Pressekonferenz außerdem zu hören war. Dort am Stand in Halle 6.1 wurde auch die Oldtimer-Youngtimer-App.com vorgestellt, eine große Gratis-Datenbank rund um klassische Sammlerfahrzeuge, die nun in Kooperation mit dem Zentralverband des Deutschen Kfz-Gewerbes eine Online-Personalgewinnungs-Plattform entwickelt, um junge Leute direkter zu erreichen. Diese App, auch als Homepage auf dem heimischen Rechner zu erreichen, wurde im Kreis Olpe entwickelt.

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Mubea präsentiert sich aud der 66. IAA als großer Automobilzulieferer
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Visionsmodell mit Mubea-Komponenten
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Bei der Kirchhoff-Gruppe sind viele internationale Gäste zu Besuch.
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Ein tiefer Stand mit großem LED-Bildschirm, so präsentiert sich Kirchhoff auf der IAA

Aus Attendorn sind mit großen eigenen Präsenzen natürlich auch Kirchhoff und Mubea auf der IAA. Dort freut man sich noch bis nächste Woche über zahlreiche internationale Kontakte. Der Stand von Kirchhoff verfügt nun über einen riesigen LED-Bildschirm: auch hier löst eine neue Darstellung auf Rechnerbasis den klassischen Messestand mit sonst zahlreichen Produkten aus der eigenen Palette ab – viel eindrucksvoller gestaltet sich die Präsentation auf dem Bildschirm.

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Borgward seit 1919. Damit werben die Chinesen. Dennoch ist es schon eigenartig, den Bremer Rhombus wieder auf einer Neuwagenmesse zu sehen.

Für Liebhaber von klassischen Automobilen ist es ein eigenartiges Gefühl, den Rhombus der alten Borgward-Werke aus Bremen wieder im Markenkanon zu erblicken. Dort beruft man sich vollmundig auf das Gründungsjahr 1919, allerdings geriet der Konzern 1961 auf dubiose Weise in die roten Zahlen und musste die Pforten schließen. Damals verloren 20.000 Mitarbeiter ihren Job bei Bremens größtem Arbeitgeber. Der Enkel des alten Senators Carl Borgward repräsentiert nun einen chinesischen Konzern, der zumindest einige Prototypen des für die Serie geplanten Borgward X7 SUV mit nach Frankfurt gebracht hat.

Für die alten Borgward Werke war übrigens die Firma Huhn aus Hützemert ein Zulieferer.

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