Am Samstag informierten Vertreter des Netzwerkes Demenz der Region Attendorn-Finnentrop auf dem Marktplatz in Attendorn über ihre Aufgabe und ihr Angebot. Die einzelnen Fachkräfte sprachen die Passanten an, informierten sie und gaben ihnen wichtige Leitfaden mit an die Hand.

Demenznetzwerke sind Zusammenschlüsse von Vertretern verschiedener Institutionen, denen eines gemeinsam ist: Sie arbeiten zum Thema „Pflege” und „Demenz”. Die Netzwerke haben es sich zur Aufgabe gemacht, Schnittstellen in der Versorgung demenziell erkrankter Menschen zu verbessern, sie organisieren Informationsveranstaltungen und setzen Handreichungen zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen um. Sie sind vor Ort die zentralen Anlaufstellen für alle, die sich über Demenz informieren, sich in der Netzwerkarbeit einbringen wollen oder für all diejenigen, die Hilfe und Unterstützung suchen.

„Wir werden auch heute in den Geschäften Handzettel verteilen, die 12 Grundregen zum Umgang mit Menschen mit Demenz geben“, so Birgit Lippemeier. „Sollten sie Kunden gegenüberstehen, die eine Demenzhaben, dann kann das eine große Hilfe sein. Außerdem sind hier alle wichtigen Telefonnummern verzeichnet, wo man Hilfe bekommt.“

Aber auch Angehörige werden in dem Netzwerk aufgefangen. Stefanie Kremer hat eine Broschüre erstellt, die auch anhand von Zeichnungen praktische Hilfen im täglichen Umfang gibt. „Diese Broschüre ist auch auf verschiedene Kulturen abgestimmt. So gibt es sie auch in Polnisch, Russisch oder Türkisch. Selbst die Zeichnungen sind hier den Kulturen angepasst.“

Demenz ist heute längst kein Tabuthema mehr wie noch vor zehn Jahren. Doch oftmals wissen auch heute viele Angehörige und auch Betroffenen nicht, welche vielfältigen Möglichkeiten es gibt, das tägliche Leben trotz Erkrankung entspannt zu meistern. „Da wollen wir ansetzen und für Aufklärung sorgen“, so Stefanie Kremer, „Damit die Diagnose Demenz ihren Schrecken verliert.“

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