Premiere in Haus Mutter Anna: Zum ersten Mal fand in der dortigen Nicolaistube ein Neujahrskonzert statt. Auf Initiative von Edith Reckling und Marlene Stuff kamen zahlreiche junge Musiker ins Haus um nicht nur eine Kostprobe ihres Könnens zu geben, sondern auch um die Besucher und ihre Gäste mit der ganzen Bandbreite der Musik zu erfreuen.

Neujahrskonzert Haus Mutter Anna
Beim ersten Neujahrskonzert in Haus Mutter Anna erfreuten unter anderem Lea Schnüttgen mit der Geige, Pia Bettig mit dem Cello und Franz Josef „Coko“ Freitag am Keyboard (v.l) die Zuhörer.

Anna Stuff und Nadja Springob, beide mit der Querflöte, eröffneten das Konzert mit der Sonate Nr. 1 von Georg Philipp Telemann. Anschließend erfreuten Lea Schnüttgen mit der Geige und Pia Bettig mit dem Cello die Zuhörer sowohl mit einem Menuett von Johann Sebastian Bach, aber auch mit dem Volkslied „Im Märzen der Bauer.“

Edith Reckling und Marlene Stuff griffen ebenfalls zu ihren Flöten und in Begleitung von Franz Josef „Coko“ Freitag am Keyboard spielten sie Klassiker wie „Amazing Grace“ und „The Rose“.

Natürlich wurde auch in der Konzertpause mit einem Gläschen Sekt auf das neue Jahr angestoßen. Zum Abschluss spielte Nadja Springob die Filmmusik von Dr. Schiwago, was mit viel Applaus bedacht wurde.

Besonders die Bewohner waren überaus angetan vom Neujahrskonzert, denn wie kaum etwas anderes spricht Musik die Emotionen der an Demenz erkrankten Menschen unmittelbar an. Musik ruft Erinnerungen hervor, lädt zum mitsingen ein und hebt die Stimmung. Bei demenzkranken Menschen vermag Musik fast noch mehr: Sie kann einen Zugang zum Menschen finden, wo die Sprache ihn nicht mehr findet. Das zeigte sich auch beim Neujahrskonzert, wo gelacht, begeistert gelauscht und mitgesungen wurde.

 

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