Florian Müller

Die Judoka des TV Attendorn mussten zum letzten Kampftag der Bezirksliga ins winterliche Olsberg reisen. Gegen den Gastgeber Olsberg sollte eine Sieg her und die Begegnung gegen den Dortmunder BSV sollte so lange wie möglich offen und Spanend gehalten werden. Aber es kam wie immer anders. Durch die winterlichen Bedingungen und weitere kuriosen Absagen ging der TV mit einer Rumpfmannschaft ins Geschehen. Diese 6 Judoka boten aber ihr bestes Judo und retten den TV Attendorn vor dem Abstieg.

Zuerst ging es gegen den BSV Dortmund II. Jörg Götzen, diesmal bis -66 kg im Einsatz, stand gegen den Dortmunder auf leicht verlorenem Posten. Er kam nicht wie gewohnt zu seinem Griff und Kampfstiehl und musste sich letztendlich geschlagen geben. Auch Mischa Tomaschewski (-100 kg) leistete sich einen Anfängerfehler lief dem Gegner hinterher und wurde geworfen. Doch die Truppe zeigte Moral und lies sich durch den Rückstand nicht entmutigen. Manuel Cordes stopfte diesmal die Lücke -90 kg. Er griff konsequent an und lies durch seinen beherrschenden Griff keine Aktionen des Gegners zu. So reichte Ihm eine kleine Punktwertung durch Seo-nage (Schulterwurf) um diesen Kampf für den TV Attendorn zu gewinnen. Auch Thilo Kuhl (-81 kg) lieferte eine souveräne Vorstellung. Durch seine gezielten Angriffe mit seiner spezial Fegetechnik sammelte Thilo Punkt um Punkt und brachte den Sieg über die Runden. Auch Florian Müller (-73 kg) nutze die Gunst der Stunde. Florian setzte wieder seine konstante gute Grifftechnik durch bis die Chance zu Werfen da war. Der dadurch erzielte Punkt reichte auch hier zum Sieg.  So führten die Attendorner mit 3:2. Jetzt konnte Daniel Kotzik (+100 kg) alles klar machen. Doch Daniel hat in diesem  noch eine hohen Wettkampf und Trainingsrückstand in den Knochen. So konnte er leider sein optimale Leistung nicht abrufen und musste sich gegen den wohl technisch besten Dortmunder geschlagen geben. Doch dieser Punkt durch das 3:3 reicht für Attendorn zum Endgültigen Klasseerhalt.

Jetzt sollte zum Abschluss noch die Kür folgen.

Die Gastgeber vom Kodokan Olsberg setzten eigentlich immer auf die Jugend und gibt jungen Judokas die Chance zu kämpfen. Doch gegen den TV Attendorn setzte Trainer Dringhaus auf Erfahrung. Im ersten Kampf kam Jörg Götzen diesmal besser rein. Er nutzte den ersten Fehler des Gegners und warf Ihn mit einem Fuß-Stopp- Wurf auf die Matte. Jetzt standen sich die beiden Trainer Dringhaus (Olsberg) und Cordes (Attendorn) gegenüber. Die beiden kennen sich schon lange und daher gab es keine Überraschungsangriffe. Aber der offene Schlagabtausch auf der Matte wurde von beiden Mannschaften und Zuschauern unterstützt. Dia Halle war förmlich am Beben. Nach Ende der Kampfzeit stand es zwischen beiden Unentschieden und es gab nach diesem schönen Judokampf verdienter Weise zwei Sieger. Mischa Tomaschewski ging diesmal konzentrierter zu Werke. Er lies den Gegner hinter sich herlaufen drehte sich mit einen Außenwurf ein und holte den nächsten Punkt für den TV. Thilo Kuhl bekam jetzt den Aufstellungspoker der Olsberger zu spüren. Er stand wohl dem Erfahrensten Kämpfer der Gegner gegenüber. Und diese Erfahrung zahlte sich aus.  Er nutze die erste kleine Chance und holte den Punkt für Olsberg. Florian Müller war durch seinen ersten Kampf noch etwas gezeichnet. Normalerweise überwindet Florian in dieser Liga keiner im Bodenkampf. Doch die lange Saison und die erste durchgekämpfte Begegnung machten sich bemerkbar, anders lässt sich die Niederlage im Bodenkampf nicht erklären. Die Leichtgewichtsklasse musste wieder kampflos abgegeben werden. Daniel Kotzik ging diesmal souveräner auf die Matte. Er fand sofort seinen Griff und wollte mit seiner Spezialtechnik den Kampf schnell beenden. Doch dabei wurde er ausgekonntert. Trotz dieser knappen Niederlage stimmte die Moral der Attendorner Judoka. Und mit dem erreichten Ziel des Klassenerhalts waren die Trainer Cordes/ Götzen zufrieden. Auch waren deutliche Fortschritte der jungen Kämpfer zu sehen so das dem TV Attendorn auf lange Sicht nicht Bange werden muss. Jetzt freuen sich alle auf den gemeinsamen Abschluss mit der traditionellen Feuerzangenbowle und werden das Erreichte in gemütlicher Runde Revue passieren lassen.

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