Am Donnerstag, 21. Juni 2012, bekommt Niederhelden hohen Besuch. Die dreiköpfige Jury des „Europäischen Dorfwettbewerbs“ nimmt Attendorns Bundesgolddorf unter die Lupe.

In Polen und in der Ukraine läuft zurzeit die Fußball-Europameisterschaft. Vor einer ganz eigenen „Euro“ steht das Dorf Niederhelden in diesen Tagen, denn die Dorfgemeinschaft aus dem Repetal hat sich um den „Europäischen Dorferneuerungspreis“ beworben.

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Bundesgolddorf! Groß war der Jubel in Niederhelden im Jahr 2010. Jetzt stellt sich die Dorfgemeinschaft aus dem Repetal dem „Europäischen Dorferneuerungspreis“.

 

Dieser Wettbewerb ist eine Auszeichnung der Europäischen Arbeitsgemeinschaft Landentwicklung und Dorferneuerung und steht diesmal unter dem Motto „Der Zukunft auf der Spur“.

Nachdem Niederhelden im Jahr 2010 im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ als Golddorf ausgezeichnet wurde, genossen die Einwohner im vergangenen Jahr erstmalig seit 40 Jahren ein Jahr ohne Wettbewerb. Doch diese wettbewerbsfreie Zeit ist nun vorbei.

Der europäische Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und das Land NRW sendet gerne ein Dorf in diesen Wettbewerb. Da Niederhelden im Jahr 2010 als einziges Dorf in NRW die hohe Auszeichnung als Golddorf erhielt, schlug das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW die Teilnahme von Niederhelden an dieser Konkurrenz vor.

Und Niederhelden wäre nicht Niederhelden, wenn man sich dieser neuen Herausforderung nicht gestellt hätte. Johannes Jürgens, Sprecher der Dorfgemeinschaft: „Dieser Wettbewerb wird uns einmal mehr fordern. Aber wir freuen uns riesig auf den Vergleich auf Europa-Ebene. Niederhelden und damit die Stadt Attendorn werden hiervon ganz bestimmt wieder profitieren.“

Die Bewerbungsunterlagen wurden im Februar durch eine vierköpfige Delegation aus Niederhelden persönlich in Wien abgegeben. Und am 21. Juni kommt es nun zur Bereisung durch die dreiköpfige Jury, bestehend aus Dipl.-Ing. Peter Schawerda aus Österreich, Dipl.-Ing. Nadja Häupl aus Deutschland und Camille Gira aus Luxemburg. Die hochrangige Delegation wird um 11 Uhr in Niederhelden erwartet, wo Sie von Landrat Frank Beckehoff, Bürgermeister Wolfgang Hilleke und dem kompletten Verwaltungsvorstand der Stadt Attendorn begrüßt wird.

Und natürlich von den Dorfbewohnern, die am Donnerstag fast komplett auf den Beinen sein werden. Denn die Stimmung in Niederhelden ist prächtig, das Dorf ist wie immer fein herausgeputzt und die Willkommens-Fähnchen hängen überall im Ort.

Das Bundesgolddorf und die Stadt Attendorn sind bereit für ihre eigene „Europameisterschaft“.

 

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