Der Kulturring der Stadt Attendorn hatte am vergangenen Samstagmorgen zum ersten Schul- und Familienkonzert eingeladen und fast 1.000 Schüler vornehmlich der Attendorner Grundschulen waren dieser Einladung gefolgt. Um möglichst viele Kinder mit diesem besonderen Konzert erreichen zu können, wurden gleich zwei Veranstaltungen hintereinander angeboten. Bereits um kurz vor neun füllte sich die Stadthalle mit ca. 600 Schülern, die gespannt mit ihren Lehrern auf den Konzertbeginn warteten; und auch um elf Uhr saßen noch einmal viele Kinder mit Ihren Lehrern und Eltern im zweiten Konzert dieses Vormittages.

Die kleinen Erstklässler hatten es sich noch vor der ersten Stuhlreihe im Schneidersitz bequem gemacht und schienen sichtlich aufgeregt vor ihrem ersten Konzerterlebnis. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Bürgermeister Wolfgang Hilleke, der die Schirmherrschaft des Konzerts übernommen hatte, übergab dieser das Mikrophon an den Erzähler Georg Elsaeßer. Kurzweilig und kindgerecht erzählte Georg Elsaeßer die Geschichte von Maulwurf, Ratte, Kröte und Dachs nach dem Kinderbuch „Der Wind in den Weiden“ von Kenneth Graham. Seine Erzählungen wurden vom sinfonischen Blasorchester des Musikzugs Ennest immer wieder in Musik umgesetzt.

Das Konzept zu diesem Kinderkonzert stammt von dem Ennester Dirigenten Ingo Samp, der sein Orchester auch an diesem Vormittag wieder zu Höchstleistungen motivieren konnte. Die Musiker präsentierten den Kindern sämtliche Instrumente eines Blasorchesters in kurzen Ausschnitten aus der Komposition von Johan de Meij. Von Fagott, Baritonsaxophon und Baßklarinette wurde zunächst das wichtige Thema des Flusses präsentiert, danach das Thema des Maulwurfs von den beiden Oboistinnen und später vom gesamten Klarinettenregister vorgestellt. Das gewaltige Dachs-Thema ertönte aus den großen Tuben, von denen die Kinder schon begeistert waren, als diese bei der Vorstellung aller Instrumente hoch in die Luft gehalten wurden. Noch mehr erstaunte Gesichter gab es nur bei der Vorstellung des noch größeren Kontrabasses.

Besonders viel Spaß hatte das junge und aufmerksame Publikum, als die sechs Schlagzeuger einen Autounfall mit ihren Instrumenten simulierten. Als die Posaunisten die Kröte mit Dämpfereffekten darstellten, „quakten“ viele Kinder spontan mit und spätestens da sprang der Funke von der Bühne auch auf alle jungen Zuhörer über.

Als das Konzert nach 60 Minuten eigentlich schon zu Ende war, forderten die Kinder lauthals eine Zugabe, zu der sich die Ennester Musiker unter der Leitung von Ingo Samp nicht lange bitten ließen. Noch einmal wurde das große Finale gespielt, bei dem alle so spontan und rhythmisch mitklatschten, als hätten sie es schon ganz oft geprobt.

Nach dem Konzert waren sich Schüler, Eltern und Lehrer einig: Es war ein ganz tolles Erlebnis! Insbesondere die Schulleiter bedankten sich bei der Vorsitzenden des Kulturrings, Barbara Wilkmann, für die Durchführung dieses Konzerts. Aber auch die 60 Ennester Musiker werden das Konzert noch lange in Erinnerung behalte: „Uns hat es heute besonders viel Spaß gemacht, wenn man von der Bühne aus in solche strahlenden Kinderaugen sieht“, so Marc Gajewski, Vorsitzender des Musikzugs Ennest.

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