Mit einem sehr heiklen Thema beschäftigten sich Ende Mai das Mitarbeiterteam des CVJM Attendorn: „Schutz vor Kindeswohlgefährdung in der ehrenamtlichen Kinder- und Jugendarbeit“. Dabei brachte zunächst Kreisjugendpfleger Matthias Heer vom Kreisjugendamt Olpe den zumeist noch jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Thematik von Kindeswohlgefährdung und die Grundlagen des Bundeskinderschutzgesetzes in anschaulicher Weise näher.

Sie erfuhren so von den Rechten und Bedürfnissen der Kinder, reflektierten ihre eigene Vorbildfunktion als Gruppenleiterin und -leiter und bekamen so Handlungsoptionen bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung mit auf den Weg. Heer gab auch viele Tipps für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Kindern und Jugendlichen, um sich auch selbst vor unklaren Situationen zu schützen. Dabei wurde allen Beteiligten aber auch klar, dass Ehrenamtliche, wenn es um die Fähigkeit zum Erkennen von diesbezüglichen Anzeichen geht, nicht mit hauptamtlichen Fachkräften gleich gesetzt werden können und dürfen.

Damit das Ganze jedoch nicht nur im reinen Theoretischen blieb, hatte Heer auch einen Dokumentarfilm mitgebracht, in dem es um den Alltag eines etwa 8-jährigen Jungen ging, der in Berlin in nicht ganz optimalen familiären Verhältnissen aufwächst.
In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass trotz mancher wünschenswerter Verbesserungen bei dem Jungen keine Anzeichen von Kindeswohlgefährdung gab und damit auch kein akuter Handlungsbedarf bestand.

Das Mitarbeiterteam des CVJM Attendorn fühlt sich nach diesem Abend für die Herausforderungen der Kinder- und Jugendarbeit bezüglich dieser Problematik sehr sensibilisiert.

Foto: khe

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