JVA-Konzert 2012
Sie hatten den richtigen Ton – im wahrsten Sinne des Wortes – gefunden: die Fünf der Band „Next Blues Generation“ aus Wiehl, als sie am Abend des vergangenen Freitag in der zum Konzertsaal umgebauten Sporthalle der geschlossenen Justizvollzugsanstalt Attendorn mit ihrem Liedern sowohl die Gefangenen als auch das Aufsichtspersonal in ihren Bann schlugen.

Dabei war das Anliegen der Gruppe neben der einfachen musikalischen Unterhaltung ihrer Zuhörer insbesondere, wie es ihr Sprecher ausdrückte, die „frohe Botschaft von Jesus Christus in einer Art weiter zu sagen, die von jedem verstanden wird.“ „ Wir sind Christen, die die normale Umgangssprache noch beherrschen und dabei nicht verschweigen, dass es für uns und unsere Zuhörer täglich so manche Schwierigkeit gibt, bei denen wir uns hoffnungsvoll an Jesus wenden dürfen.“

Diese Aussage zog sich durch die ganzen 90 Minuten des Konzerts, das auch ClassBlues, Blues und Rock aus eigener Feder, aber auch aus bekannten Stücken bestand, und das, wie der Leiter der Vollzugsanstalt Rainer Wisniewski unserer Zeitung erläuterte, die erste Großveranstaltung dieser Art in der geschlossenen Abteilung der JVA war.

Initiator des Konzerts war die Siegerländer Gefangenenmission, die bereits 1961 von Hermann Waffenschmidt gegründet wurde und seitdem Gefangene und ihre Familien betreut, sei es durch persönliche Besuche, durch das Schreiben von Briefen oder durch Hilfe bei der Wiedereingliederung aber auch durch die Durchführung von Gottesdiensten in den Vollzugsanstalten in NRW, Hessen oder Rheinland-Pfalz. Seit 2009 ist Matthias Bohn aus Siegen-Seelbach Leiter dieser Institution, die ihre Arbeit mit rund 12 ehrenamtlichen Mitarbeitern durchführt, aber immer noch weitere Mitarbeiter sucht.

Foto: Ernst


Hier ein Konzertmitschnitt der „Next Blues Generation“  aus der Aggerhalle 2009:

[flash http://www.youtube.com/v/MRSO6gMId0U]

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