Vor einigen Wochen wurden im Stadtgebiet Attendorn erneut trächtige Rehe von frei laufenden Hunden gerissen. Aus diesem Grund weist die Stadt Attendorn darauf hin, dass Hunde auch im Wald anzuleinen sind.

Zuletzt waren Anfang März in den Wäldern der Hansestadt Attendorn zwei Rehe tot aufgefunden worden. Dieser Fall wurde umgehend bei der Polizeistation Attendorn zur Anzeige gebracht, da die Rehe zweifelsfrei von frei laufenden Hunden gerissen wurden.

Gemäß § 2 Landesforstgesetz (LFoG) gilt eine Anleinpflicht für Hunde in Wäldern. Demnach dürfen Hunde im Wald außerhalb von Wegen nur angeleint mitgeführt werden. Im Falle einer Zuwiderhandlung droht laut § 70 LFoG eine Geldbuße bis zu 25.000 Euro.

Allgemeine Infos zur Anleinpflicht von Hunden erteilt das Ordnungsamt der Stadt Attendorn unter Tel. 02722/64-235.

1 Kommentar

  1. Aufgrund der stetig anwachsenden Hundepopulation finden immer mehr Wildtiere durch frei laufende Hunde ein qualvolles Ende. Die Dunkelziffer ist hoch, denn leider werden nur die wenigsten Fälle der Öffentlichkeit bekannt. Daran sind häufig auch die Jäger schuld. Aufgrund zur Wahrung des nachbarschaftlichen Friedens wird vielfach so verfahren, dass es ausreicht, wenn der Hundebesitzer dem Jäger den Wert des durch den Hund zu Schaden gekommene Wildtieres ersetzt. Der Jäger sieht dann häufig von einer Anzeige ab und der Hund wildert in den meisten Fällen weiter, wenn er nicht angeleint wird. Denn ein Hund, der einmal ein Wildtier getötet hat, wird es immer wieder tun. Er ist sozusagen auf den Geschmack gekommen.
    Doch nicht nur Rehe und Hasen werden häufig das Opfer freilaufender Hunde. Auch immer mehr Igel werden durch Hundebisse schwer verletzt und schleppen sich teilweise tagelang mit vor sich hingammelnden, nektrotischen Wunden in denen sich bereits fingerdicke Maden befinden und den Igel langsam bei lebendigem Leib auffressen,durch die Gegend. Ein entsetzlicher Tod, der aber die meisten Hundebesitzer kalt lässt, denn „das ist eben die Natur“. So die häufigste Ausrede,die von großer Ignoranz gegenüber den Wildtieren zeugt. Zudem hat die Natur zu keiner Zeit mehrere Millionen Hunde vorgesehen.
    Dass es gemäß Landesforstgesetz eine Anleinpflicht im Wald gibt, ist deshalb nur zu begrüßen. Doch welchen Sinn hat dieses Gesetz, wenn keinerlei Überwachung bezüglich Einhaltung erfolgt und niemand da ist, der Verstöße zur Anzeige bringt, geschweige denn ein Bußgeld verhängt. Denn nur wenn es dem Hundebesitzer an den Geldbeutel geht, wird er sein rücksichtslosen Treiben ändern. Alles andere ist als Papiertiger zu bezeichnen.

    Verena Wendt

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