Am vergangenen Samstag, 3. März, fand der diesjährige Ausbildungstag des DRK-Ortsvereins Attendorn im DRK-Haus in Attendorn statt. Schwerpunkt bildete die Defibrillationsausbildung. Für alle Helfer, die im Sanitätsdienst tätig sind, ist dies eine Pflichtveranstaltung, die einmal im Jahr absolviert werden muss.

Der Defibrillator kann durch gezielte Stromstöße Herzrhythmusstörungen, wie z. B. „Kammerflimmern“ beenden. Mittlerweile haben schon viele Firmen (auch in Attendorn) solch einen Lebensretter in ihren Betrieben, zudem stehen Defibrillatoren in vielen Bahnhöfen, Flughäfen und Einkaufszentren bereit. Defibrillatoren werden aber auch bei Sanitätsdiensten vom DRK mitgeführt.

Die lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung, das Kammerflimmern, tritt häufig als plötzlicher Herztod auf, welcher jährlich in Deutschland bis zu 200.000 Menschen das Leben kostet. Dies kann durch den Einsatz einer Defibrillation gemindert werden.

DRK Attendorn Ausbildungstag 2012
Die Hilfsmaßnahmen bei einer bewusstlosen und nicht atmenden Person wurden ebenso wie der Einsatz des Defibrillators geübt.

 

Nach einigen theoretischen Grundlagen folgte eine praktische Einheit, in der die Teilnehmer die Hilfsmaßnahmen bei einer bewusstlosen und nicht atmenden Person wiederholten, und den Einsatz des Defibrillators übten.

Nach vier Unterrichtsstunden erhielten alle Helfer ihre Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme.

Zum Programm des Ausbildungstages gehörte des Weiteren der praktische Teil mit vielen Fallbeispielen verschiedenster Art, die die Rotkreuzler in Gruppen lösen mussten. Dabei wurde vor allem Wert auf Teamwork und die Kommunikation untereinander gelegt.

Die Fallbeispiele wurden bewusst den möglichen Einsätzen auf den Sanitätsdiensten des DRK angepasst, um optimal auf die Realität vorzubereiten.

DRK Attendorn Ausbildungstag 2012
In Fallbeispielen wurden mögliche Situationen bei Sanitätsdiensten trainiert.

 

Weiterer Ausbildungsbereich war die alljährliche Unterrichtung der Fahrer über die Besonderheiten und rechtlichen Regelungen bei Einsatzfahrten mit Blaulicht und Martinshorn.

Sichtlich zufrieden war die Rotkreuzleitung: „Solche kompakten Ausbildungstage sind für die Gemeinschaft sehr wichtig, wobei der lange Ausbildungstag den Helfern auch zeigt, wie anstrengend längere Einsätze sein können.“

Zum Abschluss des Tages wurden die Rotkreuzler vom Rotkreuzarzt Ralf Nowak auf ihre gesundheitliche Tauglichkeit für den Einsatz im DRK-Ortsverein untersucht. Diese alle fünf Jahre vorgeschriebene Untersuchung dient der Gewährleistung der Einsatzbereitschaft der Helfer, welche allgemein bestätigt werden konnte.

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