logo - spdDie Stadt Attendorn hat am vergangenen Donnerstag eine Presseerklärung zur Auflösung der Attendorner Hanse, Gesellschaft für Stadtmarketing und Tourismus mbH, herausgegeben. Dazu nimmt die Attendorner SPD-Fraktion wie folgt Stellung:

Ohne Zweifel musste etwas passieren. Die Attendorner Hanse konnte immer weniger Akzente für eine lebendige Stadt setzen. Die SPD-Fraktion teilt diese Einschätzung mit dem Bürgermeister.

Allerdings halten die Attendorner Sozialdemokraten die Art der Entscheidungsfindung für fragwürdig. „Es ist ungewöhnlich, eine Entscheidung in nicht-öffentlicher Sitzung herbeizuführen, und die Öffentlichkeit darüber am nächsten Tag in einer Presseerklärung zu informieren. Die Diskussion über Konzept und Organisation des Stadtmarketings gehört in die Öffentlichkeit.“ So der Fraktionsvorsitzende Kai-Uwe Gehrke. So weit Angelegenheiten betroffen waren, die den Ausschluss der Öffentlichkeit verlangt hätten, hätte man den Tagesordnungspunkt in einen öffentlichen und einen nicht-öffentlichen Teil trennen müssen, meinen die Sozialdemokraten.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christian Pospischil dazu: „Grundsätzlich gilt das Prinzip der Öffentlichkeit. In einer Demokratie sollen Entscheidungen transparent und öffentlich gefällt werden. Gerade im Stadtmarketing sollen sich Gastronomie, Industrie, Handel und Kulturschaffende beteiligen. Also muss man vorher mit diesen in eine öffentliche Diskussion eintreten, wie das Stadtmarketing aussehen kann.“

Dazu passt, dass bisher noch nicht klar ist, wie Dritte an einem Beirat beteiligt werden können. Die SPD-Fraktion kritisiert nicht generell die Ansiedlung des Stadtmarketings in der Kernverwaltung. Jedoch erscheint die Entscheidung für die Organisationsmaßnahme verfrüht. „Das sieht man auch an der Presseerklärung“, meint Ratsherr Uwe Beul. „Dort steht, warum es in der Vergangenheit nicht gelaufen ist. Ein umfassendes Konzept, wie es ind er Zukunft besser laufen soll, gibt es bisher nicht.“

Die SPD-Fraktion fordert eine klare Darstellung von finanziellen und personellen Kapazitäten für das neue Stadtmarketing. Dass es weiter Hanseschecks und die Anlaufstelle zwischen Rathaus und Sparkasse geben soll, sei gut, aber zu wenig. Zu viel stehe nicht fest. Pospischil dazu: „Es gibt in Attendorn viele kluge Köpfe und gute Ideen für eine Neuausrichtung des Stadtmarketings. Diese muss man mit einem schlüssigen Konzept einbinden, nicht mit einem vergangenheitsorientierten Schnellschuss.“

Weitere Informationen unter www.spd-attendorn.de.

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