Jörg Schönenborn kommt nach Attendorn. Der Chefredakteur des Westdeutschen Rundfunks (WDR) referiert am Donnerstag, 8. März 2012, 19.30 Uhr, in der Stadthalle Attendorn zum Thema „Volksparteien ohne Volk – von Wutbürgern und Wahlbürgern“.

Auf Einladung der Stadt Attendorn ist der bekannte Wahl-Experte der ARD und Moderator des ARD-Presseclubs im Rahmen der durch die Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem unterstützten Veranstaltung „Das politische Gespräch“ zu Gast in der Hansestadt.

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Heinz-Jörg Reichmann (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem), Attendorns Bürgermeister Wolfgang Hilleke und Sparkassen-Vorstandsmitglied Bernd Schablowski (von links) freuen sich auf „Das politische Gespräch“: „Jeder, der sich für Politik interessiert oder einfach nur einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Wahlforschung werfen möchte, ist zu dieser Veranstaltung eingeladen.“

2010 wurde „Wutbürger“ zum Wort des Jahres gewählt. Nach Einschätzung des ARD-Wahlexperten Jörg Schönenborn ist der Wutbürger aber eher ein „Angstbürger“. Auch in Zeiten boomender Wirtschaft sorgen sich die Deutschen um ihre Ersparnisse, glauben, dass der schlimmste Teil der Euro- und Schuldenkrise noch bevorsteht, sehen ihren Wohlstand bedroht und haben Angst vor dem sozialen Abstieg.

Dabei werden ihrer Meinung nach die wichtigen Entscheidungen längst nicht mehr in der Politik, sondern in der Wirtschaft getroffen. Gerade in der Euro-Krise erleben die Bürger die begrenzte Handlungs- und Gestaltungsmacht von Politik. Das Vertrauen schwindet, vor allem die Volksparteien bekommen dies zu spüren. Einst Garanten stabiler politischer Verhältnisse, sind sie zu schwankenden Riesen geworden, denen nicht nur das Volk sondern auch die Mitglieder weglaufen.

Vertrauensverlust der Politik, sinkende Wahlbeteiligungen und immer schneller wechselnde Mehrheitsverhältnisse bestimmen die politische Landschaft in Deutschland. Warum vor diesem Hintergrund Thilo Sarrazin und Karl-Theodor zu Guttenberg höchste Popularitätswerte erreichen konnten, das regionale Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ zu einem bundespolitischen Zankapfel wurde und Bundespräsident Wulff von den Bürgern milder als von den Medien beurteilt wurde, das und vieles mehr erklärt Jörg Schönenborn am 8. März 2012 in der Stadthalle Attendorn.

Attendorns Bürgermeister Wolfgang Hilleke, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem Heinz-Jörg Reichmann und Sparkassen-Vorstandsmitglied Bernd Schablowski freuen sich auf „Das politische Gespräch“: „Jeder, der sich für Politik interessiert oder einfach nur einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Wahlforschung werfen möchte, ist zu dieser Veranstaltung eingeladen.“

Um das Politikinteresse gerade bei jungen Menschen zu stärken, lädt die Stadt Attendorn insbesondere Jugendliche und Schüler zu dieser Veranstaltung ein. „Für die politikinteressierte Jugend halten wir ein begrenztes Freikartenkontingent bereit. Interessierte Schüler- und Jugendgruppen können sich gerne an uns wenden“, so Bürgermeister und Sparkassen-Vorstand übereinstimmend.

Im Jahr 2008 fand die erste Auflage der Veranstaltung „Das politische Gespräch“ in Attendorn statt. Im Kundencenter der Sparkasse referierte Frank Sieren seinerzeit über die Wirtschaftsmacht China.

Karten für die Veranstaltung mit Jörg Schönenborn gibt es ab sofort zum Preis von 5 Euro im Bürgerbüro Attendorn, bei den Geschäftsstellen der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem sowie online über die Mailadresse dpg@attendorn.de und über die Homepage der Stadt Attendorn www.attendorn.de.

Informationen zur Veranstaltung erteilen Tom Kleine und Sabrina Theilemann von der Pressestelle und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Attendorn, Tel. 02722/64-238 und -246.

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