Superintendent Klaus Majoress
Superintendent Klaus Majoress leitete die Sitzung der Herbstsynode 2011 des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, die erst jetzt im Januar stattfinden konnte.

Der wohl für die rund 100 anwesenden Synodalen wichtigste Punkt auf der Tagesordnung der diesjährigen Herbstsynode des evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, die auf den vergangenen Mittwoch verschoben worden war, war wohl die Verabschiedung des Haushalts für das Jahr 2011. Durch die Änderung des Finanzwesens von der kameralistischen zur kaufmännischen Buchführung zum 1. Januar 2012, bei der der Kirchenkreis eine Pilot-Rolle übernommen hat, war die Verschiebung notwendig geworden. Unter den Synodalen waren auch die zehn „Abgeordneten“ der evangelischen Kirchengemeinden Attendorn, Finnentrop, Grevenbrück und Lennestadt-Kirchhundem.

Zu Beginn der Tagung nahmen sie den Bericht des Superintendenten für das Jahr 2011 in Empfang und diskutierten ausführlich darüber. Superintendent Klaus Majoress (Foto) bedankte sich zunächst bei allen Synodalen, die mit dieser Sitzung ihre letzte Synode besuchten, für die geleistete Arbeit. Er wisse sehr wohl, das die Synoden nicht die „Sternstunden des Lebens“ seien, aber sie seien oberstes Organ des Kirchenkreises mit dem „Zwischenraum“ zwischen Gemeinden und kreiskirchlichen Arbeitsbereichen und der Gesamtkirche.

Bei aktuell 92.6o3 Gemeindegliedern (Stand 31.12.2011) mit insgesamt 39,5 Pfarrstellen, läge man im Kirchenkreis bei 2.330 Gemeindegliedern pro Pfarrstelle. Leider sei die Gemeindegliederzahl in den letzten beiden Jahren um rund 20.000 Menschen zurückgegangen, was über dem landeskirchlichen Durchschnitt liege. Der weitere Rückgang fordere weiterhin die Aufmerksamkeit bei den Veränderungen im Pfarrstellenbereich.

Auch auf die anstehenden Presbyteriumswahlen ging der Superintendent in seinem Jahresbericht ein. Obwohl erstmals die Wahl nur für vier Jahre gelte, sei es schwierig gewesen, genügend Ehrenamtlich für dieses Amt zu finden. So sei in manchen Gemeinden nicht mal die Sollzahl bei den Kandidaten erreicht worden und nur in neun von 26 Gemeinden des Kirchenkreises gäbe es am 5. Februar eine echte Wahl. Bei den anderen Gemeinden sei das Wahlverfahren mit der Abkündigung des bestandskräftigen Wahlvorschlages abgeschlossen.

Bei der Verabschiedung des Haushaltsplanes für den Kirchenkreis für das Jahr 2012 nach dem neuen Rest zeigten die Synodalen Einhelligkeit. Sie beschlossen den Plan einstimmig in Einnahmen und Ausgaben auf 9.870.260 € . Mit diesem Beschluss legten sie zugleich die Zuweisung der Kirchensteuermittel für ihre eigene Kirchengemeinde fest.
So beschloss das Gremium, die Kirchensteuerzuteilung 2012 an den Kirchenkreis in Höhe von 7.286.256 € an die Kirchengemeinden weiterzugeben. Davon erhalten die Kirchengemeinde Attendorn 309.893 €, Finnentrop 155.897 €, Grevenbrück 110.650 € und Lennestadt-Kirchhundem 214.597€. Nach diesem Beschluss können nun die einzelnen Kirchengemeinden ihre eigenen Haushaltspläne für das gerade begonnene Jahr aufstellen.

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Superintendent Klaus Majoress leitete die Sitzung der Herbstsynode 2011 des Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg, die erst jetzt im Januar stattfinden konnte.
Foto: Ernst

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