Im Zusammenhang mit dem Projekt „FISS – Förderung der Integration im Stadtteil Schwalbenohl“ waren neun Studierende des Masterstudienganges „Städtebau NRW“ der Universitäten Siegen, Köln, Dortmund und Bochum unter der Leitung der Stadtplanerin Frau Professor Schröteler-von Brandt von der Uni Siegen im Herbst des vorigen Jahres im Schwalbenohl vor Ort tätig, um den Ortsteil und seine Probleme und die Bewohner kennen zu lernen. Ziel der Untersuchungen war die Erarbeitung eines Quartierskonzeptes, das Entwicklungsperspektiven und Aufgabenstellungen zur Realisierung dieser Perspektiven aufzeigen sollte.

An der Universität Köln wurde anschließend die Aufgabenstellung weiterbearbeitet. Die Ergebnisse wurden im Frühjahr 2011 als „Quartiersentwicklungsplanung Attendorn-Schwalbenohl“ der Öffentlichkeit, das heißt natürlich auch den Menschen im Schwalbenohl, vorgestellt. Eine zweite Vorstellung erfolgte wenig später in der Ratssitzung der Stadt Attendorn.

Nach längerer Pause trafen sich nun wieder Mitglieder des Arbeitskreises Schwalbenohl in der Begegnungsstätte des Bürgervereins, um über das weitere Vorgehen zu beraten und zu beschließen. Der Sprecher des Arbeitskreises Horst Peter Jagusch fasste zunächst kurz die wichtigsten Aspekte des Projektes zusammen und stellte vier Handlungsschwerpunkte vor.

Zukunftsvision "Neue Mitte Schwalbenohl"

Im Einzelnen handelt es sich dabei um vier sogenannte Aktionsräume:

– Wohnen in der Stadtteilmitte
–  Umfeld Stadthalle
–  Ortseingang und Umfeld Wiesbadener Straße
–  Ortseingang im Schwalbenohl (Danziger Straße)

Nach eingehender Diskussion waren sich die Anwesenden einig, dass das Projekt „Neue Mitte Schwalbenohl – Wohnen im Kernbereich“ für die Entwicklung des Schwalbenohls am wichtigsten sei. Dieser Aktionsraum  besteht aus drei inhaltlichen Schwerpunkten: Neue Mitte – Kernzone – Neues Wohnen. Zur Umsetzung der Leitideen ist die Schaffung eines Quartiersmittelpunktes von großer Bedeutung. In sechs Einzelmaßnahmen soll die „Neue Mitte“ geschaffen werden.

Ein zentraler Quartiersplatz soll entstehen, der „Austauschplattform, Marktfläche, Treffpunkt, Spiel- und Aktionsraum“ ist, wie es die Studierenden in ihrer Studie formuliert haben. Das Gebäude der Wohnungsgenossenschaft direkt an der Platzanlage soll umgebaut und umgenutzt werden. Im Erdgeschoss sind soziale Dienste sowie Beratungs- und Betreuungseinrichtungen vorgesehen. Der Straßenraum innerhalb des Ensembles „Neue Mitte“ wird verkehrsberuhigt, wodurch die Sicherheit erhöht und das Gebiet als Mitte des Quartiers gestärkt wird. Weiterhin ist der Bau eines Pavillons mit einem Stadtteilcafé als Anlaufstelle und Kommunikationspunkt geplant.

Es soll ein Zentrum werden, das  in vielfältiger Weise in Anspruch genommen werden kann. Hier kann „Leben entstehen!“

Im Anschluss sollen in weiteren Einzelmaßnahmen die Teilbereiche „Kernzone“ und „Neues Wohnen“ entwickelt werden. Alle Anwesenden waren sich darüber im Klaren, dass die wünschenswerte Umsetzung aller Ideen eine riesige und langwierige Aufgabe darstellt.

Die Realisierung dieses und der weiteren Projekte ist allerdings nur in Zusammenarbeit und mit Zustimmung der Stadt Attendorn und der Wohnungsgenossenschaft Olpe zu erreichen. Um die Chancen zu einer Realisierung zu ermitteln, sollen ab Mitte Januar 2012 der Bürgermeister der Stadt Attendorn, Herr Hilleke, und der Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft Olpe, Herr Naumann, zu einem Gespräch eingeladen werden. Danach sollen die im Rat der Stadt Attendorn vertretenen Fraktionen ebenfalls zum Gespräch eingeladen werden.

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