Presbyterwahl 2012
Mit diesem Zeichen werben die evangelischen Kirchengemeinde auch im Kreis Olpe für die Kirchenwahl

Langsam beginnen in den evangelischen Kirchengemeinden des Kreises die ersten Vorbereitungen für die Wahlen zum Presbyterium im nächsten Jahr. Zwar ist in ganz Nordrhein-Westfalen der eigentliche Wahltag erst der 5. Februar 2012, aber schon jetzt müssen in den Gemeinden im Hinblick auf dieses Datum einige Beschlüsse gefasst werden.

So müssen die Presbyterien bis zum 11. November beschließen, wie groß das zukünftige Presbyterium sein soll und ob in den Gemeinden Wahlbezirke eingerichtet werden. Außerdem muss ein Wahlvorstand benannt werden.

Das kann bei dieser Wahl, die diesmal unter dem Motto: „Aufkreuzen für die Gemeinde“ steht, zum ersten Mal etwas Schwierigkeiten bereiten, da nach dem neuen Presbyterwahlgesetz das gesamte Presbyterium und nicht wie in den vergangenen Jahrzehnten nur die Hälfte der Mitglieder neu- oder wiedergewählt wurden. Damit resultierte sich der Wahlvorstand meist aus den restlichen Presbyterinnen und Presbytern.

Am 14. November beginnt das Wahlvorschlagsverfahren, das mit einer Gemeindeversammlung in der Zeit bis zum 20. November beginnt. Bis zum 26. November können dann die Gemeindeglieder Wahlvorschäge abgeben.

Wahlberechtigt sind alle Gemeindeglieder ab 16 Jahren, die konfirmiert sind; gewählt werden können Gemeindeglieder ab 18 Jahren. Sie werden für 4 Jahre gewählt, eine Wiederwahl ist möglich.

Sollte keine Wahl stattfinden, weil die Zahl der Wahlvorschläge mit der Zahl der zu Wählenden übereinstimmt, endet das Verfahren bereits mit der Abkündigung des Ergebnisses am 15. Januar 2012.

Die Amtseinführung der gewählten Presbyterinnen und Presbyter und die Verabschiedung der ausgeschiedenen Mitglieder dieses Leitungsgremiums findet einheitlich in Nordrhein-Westfalen in Festgottesdiensten am 26. Februar 2012 statt.

Die Presbyterwahl ist typisch evangelisch. Denn die evangelische Kirche baut sich von den Gemeinden her auf. „Sie wird von Presbyterien und Synoden geleitet und nicht von Pfarrern und Bischöfen“ erläuterte Präses Alfred Buß, leitender Theologe der evangelischen Kirchen von Westfalen.

Das Presbyterium ist somit verantwortlich für die Gestaltung des Gemeindelebens, kümmert sich um Mitarbeitende und Finanzen. Es vertritt die Gemeinde im rechtlichen Sinne, trägt also die Verantwortung für den Haushalt und als Arbeitgeber. Es bestimmt den Kurs der evangelischen Kirche vor Ort, setzt Schwerpunkte und Akzente und trifft in bewegten Zeiten weitreichende Entscheidungen. Deshalb sind in ihm vielerlei Gaben, Fähigkeiten und Kompetenzen gefragt – ob Pädagogik, Kreativität und Fantasie, Organisationsentwicklung, Bauwesen und Finanzen.

Insofern sollte jedem Mitglied einer evangelischen Kirchengemeinde deutlich sein, wie wichtig eine solche Wahl auch für die einzelnen Gemeindeglieder ist.

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