Im Jahre 1984 ergriffen einige Attendorner die Initiative: der Spielplatz in der Amselstraße wurde in Eigenregie komplett renoviert. „Immer mehr Leute kamen hinzu, die mithelfen wollten. 1986 haben wir dann den Verein gegründet.“ Mit  diesen Worten erinnert sich Wolfgang Hoberg laut Stadtanzeiger vom 14. April 1994 an die Geburtsstunde des Bürgervereins Schwalbenohl am 28. Juni 1986.

Der Verein feierte nun in diesem Jahr sein Jubiläum mit den Mitgliedern und allen interessierten Bürgern der Stadt. Am Samstag, dem 1. Oktober, wurde dazu in der Stadthalle ein „Bunter Abend“ veranstaltet. In seiner Festansprache dankte der Erste Vorsitzende Horst Peter Jagusch den Anwesenden für ihr Kommen sowie den Organisatoren des Abends und allen, die mit ihren Geldspenden zum Zustandekommen der Veranstaltung wesentlich beigetragen haben. Ein besonderer Dank galt dem Bürgermeister der Stadt Attendorn, Wolfgang Hilleke, für die Übernahme der Schirmherrschaft sowie für die Bereitschaft, ein Grußwort zu sprechen. Jagusch berichtete zunächst über die Entstehung des Schwalbenohl, bevor er die „Geburt“ des Bürgervereins, seine Ziele, Aufgaben und Aktivitäten näher beleuchtete. Er nannte insbesondere die Namen von Wolfgang Hoberg, der sozusagen als „Vater des Bürgervereins“ anzusehen ist, und von Ehrenmitglied Karl-Heinz (Stacho) Beul, der bis zu deinem Tode immer ein offenes Ohr für den Verein hatte. Die Anwesenden erhoben sich von ihren Plätzen, um der Verstorbenen des Vereins, insbesondere der beiden genannten, der 18 verstorbenen Gründungsmitglieder und der in diesem Jahr Verstorbenen zu gedenken.

Schweinchen im Weltall - Mini-BiggesterneDurch das Programm führte Peter (Pittjes) Höffer. Als ersten Programmpunkt konnte er die Mini-Biggesterne, die Jugendgarde der Karnevalsgesellschaft Attendorn, ansagen. Mit ihrem Show-Tanz „Schweine im Weltall“ konnten die jungen Damen so sehr begeistern, dass sie auf Wunsch des Publikums eine ausführliche Zugabe liefern mussten. Auch den Moderator packte dann das Karnevalsfieber und er forderte das Publikum lautstark auf, den bekannten Attendorner Karnevalsruf erschallen zu lassen.

Bürgermeister Wolfgang Hilleke würdigte die Arbeit der Ehrenamtlichen im Allgemeinen und die des Bürgervereins im Besonderen. Er ging auch auf die Entwicklung des Schwalbenohl ein und stellte heraus, dass dem Stadtteil eine eigentliche Mitte fehle. Zum Abschluss überreichte er dem erfreuten Vereinsvorsitzenden das allseits bekannte „Sauerländer Flachgeschenk“.

Dirk SteinbergDer Saxophonist Dirk Steinberg verzauberte das Publikum mit heiteren aber auch träumerischen Musikstücken, bevor der Zauberer Robert Marteau die Zuschauer mit blitzschnellen Rechenspielen und der Kunst, sich in die Gedanken seiner Kandidaten hineinzuversetzen, verblüffte.

Nach einem kurzen Intermezzo der „Nachtschicht“ betrat der „junge alte Chor aus der Hansestadt, der MGV Sauerlandia, die Bühne. Während der Darbietungen dieses von Christoph Ohm geführten Chores hätte man die berühmte Stecknadel fallen hören können, so aufmerksam lauschten die Zuhörer im Saal den Darbietungen des Chores. Aber auch der aus acht Sängern unter 30 bestehende Chor „Blue Capella“ begeisterte.

Ein weiterer Höhepunkt war dann der Auftritt von Werner und Dodo. Werner Schaffrath aus Euskirchen bot mit seinem witzigen, manchmal etwas vorlauten Bühnengesellen Dodo die von ihm auf seiner Homepage versprochene „Bauchrednershow mit absoluter Lachgarantie“. Die Halle kochte, als er den Ersten Vorsitzenden des Bürgervereins Horst Peter Jagusch und den Moderator des Abends Peter Höffer als Zuschauerassistenten  zu sich auf die Bühne bat. Peter Höffer wurde mit der Bauchrednermaske zur lebenden Bauchrednerpuppe. Die Unterhaltung des Profis mit seinen beiden Assistenten wurde zum vielumjubelten Brüller des Abends.

Zum Abschluss brachte die Gruppe „Sunspring“ das Publikum noch mehr in Stimmung, bevor Ludwig schneider mit seinem Lied „O, du mein Schwalbenohl“ ein vierstündiges Spitzenprogramm, das durchaus einige Zuschauer mehr verdient hätte, beendete.

Aber noch war lange nicht Schluss, denn „DIE NACHTSCHICHT“ des Musikzuges Ennest der Freiwilligen Feuerwehr Attendorn spielte zum Tanz auf.

Alle, auch die bis in die frühen Morgenstunden an der Theke ausharrenden waren sich einig, einen schönen Abend mit einem tollen Programm als wundervollen Auftakt der Feier des 25-jährigen Bestehens des Bürgervereins Schwalbenohl miterlebt zu haben. Auch die Ausgestaltung der Bühne durch den Hallentechniker Sebastian Müller mit imponierenden Beleuchtungseffekten verdiente sich rundum Lob und Anerkennung.

 

 

 

 

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