Spendenübergabe  Sonnenschule Attendorn 2011
Dankbar und voller Freude nahm Pfarrer Emmanuel Ndayambaje die Jahresspende der Sonnenschule im Beisein von Angela Selter (links) und Klassenlehrerin Ulla Blöcher von Kimberley Voss entgegen

Zum dritten Male konnte Pfarrer Emmanuel Ndayambaje nach 2007 und 2009 am vergangenen Donnerstag eine weitere Spende der Schülerinnen und Schüler der Sonnenschule für seine Schule in Ruanda in Empfang nehmen. Die Kinder haben es sich zur Aufgabe gemacht, Schulkindern im fernen Afrika zu helfen.

So wurden und werden seit 2006 das ganze Jahr über Spendengelder gesammelt durch Spendenläufe, Plätzchenverkauf bei den Schulfesten oder durch Spendengläsern in den Geschäften der Hansestadt, die konkret in das Schulprojekt in Ntarabana flossen und fließen.

Im Rahmen des Weltjugendtages 2005 in Köln lernte der Jugendpfarrer des Erzbistums Paderborn, Meinolf Wacker, ein ehemaliger Schüler der Sonnenschule, Emmanuel Ndayambaje kennen, der damals ebenfalls Jugendpfarrer in Ruanda war. Im November desselben Jahres reiste Wacker dann nach Ruanda, wo verschiedene Vertreter der örtlichen Kirche mit der Bitte um Hilfen an ihn herantraten.

Spendenuebergabe  - Sonnenschule Attendorn 2011
Gespannt lauschten die Schülerinnen und Schüler den Ausführungen von Pfarrer Emmanuel Ndayambaje aus Ruanda

Bereits im Frühjahr 2006 besuchte Meinolf Wacker seine alte Schule und stellte ein Projekt vor, bei dem es um die Unterstützung einer von 13 im Hinterland verstreut liegenden Schulen im Pfarrbezirk Ntarabana ging. Mit seinen Schilderungen der Situation dort in Zentralafrika konnte er die damaligen Schülerinnen, Schüler und das Lehrerkollegium für eine Hilfeleistung begeistern. Schließlich fehlte es dort an allem, was man zum Unterricht braucht: Klassenräume, Tische, Stühle, Tafeln, Bücher, Hefte und so weiter. Aber es mangelt nach wie vor auch der Wasserversorgung genau so wie an der Stromversorgung, denn nur rund 4% des Landes sind mit Strom versorgt. 60% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze und die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt nach wie vor nur 40 Jahre.

Ruanda trägt bis heute die Wunden des verheerenden Bürgerkrieges, bei dem 1994 binnen 3 Monaten 1 Millionen Menschen ums leben kamen. Der Aufbau des Landes läuft immer noch schleppend. Und so ist Bildung eine der Kernvoraussetzungen für eine bessere Zukunft dieses Staates.

Angela Selter, die seit Jahren die örtliche Ansprechpartnerin für die Sonnenschule ist, konnte in den Jahren 2006 bis 2010 insgesamt 8.740 Euro von den Schülerinnen und Schülern in Empfang nehmen. Mit dem Geld konnte bereits mehrere kleine Schulhäuser inmitten des Urwalds errichtet werden.

In diesem Jahr übergaben sie weitere 1.017 Euro, die dazu beitragen werden, so Pfarrer Ndayambaje, der zur Zeit an der Universität Köln seine Doktorarbeit schreibt, die Schülerinnen und Schüler an seiner Schule zu krankenversichern.

Spendenuebergabe  Sonnenschule Attendorn 2011
45 Schülerinnen und Schüler zählt die 1. Klasse in der Schule von Ntarabana, zu deren Aufbau auch die Schülerinnen und Schüler der Sonnenschule beigetragen haben

Fotos: Karl-Hermann Ernst

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