Die Stadt Attendorn stellt sich den Herausforderungen des demographischen Wandels, den strukturellen Veränderungen in einer Gesellschaft, die landes- und bundesweit weniger, älter und vielfältiger wird.

Allein die Einwohnerzahl in der Stadt Attendorn wird prognostiziert im Zeitraum von 2008 bis 2025 um etwa 4,8% abnehmen, in absoluten Zahlen ausgedrückt von 25.200 auf 24.000 Einwohner sinken. Das Durchschnittsalter steigt und unsere Bevölkerung wird durch weitere Zuzüge auch aus anderen Kulturen bunter und vielfältiger.

Dieser Entwicklung mit den daraus sich ableitenden Konsequenzen – und sie betreffen alle vom Kleinkind bis zum Hochbetagten – ist Rechnung zu tragen mit dem Ziel, den Bedürfnissen der jetzigen Generationen zu genügen ohne die Chancen und Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden.

Zunächst startet die Stadt Attendorn in das Projekt mit einer Befragungsaktion unter Einbeziehung der Politik und weiterer lokaler Schlüsselakteure aus Industrie, Handwerk, Handel, Vereinen, sozialen Einrichtungen, Kirchen, Schulen, Kindergärten etc.

Ein vom beauftragten Beratungsunternehmen „demographie lokal“ erarbeiteter Katalog soll Erkenntnisse darüber generieren, wo Handlungsbedarf gesehen wird, wo Potenziale geweckt werden können, wo Maßnahmen dringend geboten sind, welche Ziele verfolgt werden sollen, welche Ideen umzusetzen sind.

Nach Rücklauf und Auswertung der Antworten zu allgemeinen und speziellen Fragen durch „demographie lokal“ wird zunächst in einem Workshop mit Vertretern aus Politik und Verwaltung über die Befragungsresultate beraten, bevor dann in thematischen Fachforen unter Einbeziehung und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der lokalen Schüsselakteure die Ergebnisse mit dem Ziel der Entwicklung eines Handlungskonzeptes, welches letztlich von der Stadtverordnetenversammlung zu beschließen ist, auf eine breite Basis gestellt werden.

hilleke vollmert - stadt attendorn
Bürgermeister Wolfgang Hilleke (rechts) und Dezernent Martin Vollmert bei der Vorbereitung der Befragungsaktion.

Sollte jemand einen Fragebogen nicht erhalten haben, weil er versehentlich als Schlüsselakteur nicht erfasst wurde, wird er dennoch zur Mitwirkung aufgefordert und gebeten, diesen bei der Verwaltung nachzuordern. Das Stimmungsbild einer breiten Ebene soll eingefangen werden.

Der Fragebogen kann auch auf der Homepage der Stadt Attendorn www.attendorn.de heruntergeladen werden.

„Ein langer Weg, der begonnen und angestoßen ist, der große Chancen und Vorteile für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Attendorn bietet und der jetzt wegen des langfristigen Planungs- und Handlungsbedarfes über viele Jahre zu begleiten ist“, so Bürgermeister Wolfgang Hilleke und der Demographiebeauftragte der Stadt Attendorn, Dezernent Martin Vollmert.

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