Logo IHK SiegenUm knapp ein Viertel haben die Industrieunternehmen im IHK-Bezirk Siegen ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr steigern können. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres verzeichneten die Betriebe mit 50 und mehr Mitarbeitern knapp 6,5 Milliarden Euro Umsatz. Das sind fast 1,3 Milliarden Euro mehr als im vergangenen Jahr. Treibsatz war der Export mit einem enormen Anstieg von 38 Prozent. Der Inlandsumsatz trug mit einem Zuwachs von 16 Prozent zur guten Halbjahresbilanz bei.

Der Aufholprozess für Umsatzverluste in den Jahren 2009 und 2010 hält damit an. Die Region ist auf gutem Wege, am Jahresende an das gute Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2008 anknüpfen zu können.

In NRW stieg der Gesamtumsatz dagegen insgesamt nur um 15 Prozent. Das sind die Hauptergebnisse der neuesten amtlichen Zahlen, die die Industrie- und Handelskammer Siegen (IHK) nun vorlegte.

„Ungeachtet der aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten und den Schuldenkrisen in Europa und den USA sind die Fundamentaldaten der regionalen Wirtschaft weiter gut. Eine solch positive Halbjahresbilanz hatte wir schon seit langem nicht mehr“ kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Franz J. Mockenhaupt die neuesten Zahlen.

Alle Industriebranchen in der Region verzeichnen Umsatzzuwächse. Besonders brummt es gerade im Maschinenbau, der ein Umsatzplus von fast 50 Prozent erzielte. Hauptmotor war hier das Auslandsgeschäft mit einem hohen Anstieg von 73 Prozent. Aber auch der Inlandsumsatz trug mit einer Steigerung von 18,9 Prozent zum guten Ergebnis bei.

Die Metallerzeuger und –bearbeiter, wie etwa die Rohrhersteller, verzeichneten mit einem Plus von 26,5 Prozent das zweitbeste Branchenergebnis. Auch in dieser Gruppe stieg der Export (+ 39,9 Prozent) viel stärker als das Inlandsgeschäft (+ 17,6 Prozent). Die Hersteller von Metallerzeugnissen, die sich vor allem aus den hiesigen Autozulieferern zusammensetzen, registrierten einen Umsatzanstieg von 19 Prozent. Inlandsumsatz (+ 18,0 Prozent) und Export (+ 20,9 Prozent) entwickelten sich in etwa gleich gut.

Der aktuelle Umsatz ist allerdings kein Garant für die Fortsetzung der Entwicklung. Diese hängt von den weiteren Auftragseingängen ab, für die weiterhin real gute Bedingungen vorherrschen. „Wenn die Unsicherheit, die derzeit die Finanzmärkte rund um den Globus bestimmt, nicht auf die Warenmärkte übergreift, besteht kein Grund für abrundtiefe Schwarzseherei. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Schuldenprobleme der Länder in Europa und in den USA konsequent von der Politik angegangen werden. Die öffentlichen Haushalte müssen mit aller Entschlossenheit wieder auf einen soliden Kurs gebracht werden“, so Mockenhaupt.

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