Gleich zwei „Riesenpötte“ konnten die Teilnehmer an der Hamburg-Fahrt der Senioren-Union von ganz nah sehen. War es am ersten Tag bei der Stadtrundfahrt noch die AIDALuna, umrundete man bei der Hafenrundfahrt mit der Barkasse „Hansa III“ den am frühen Morgen angelegten Luxus-Kreuzdampfer „Queen Mary 2“ mit seinen 345 Meter Länge und 45 Meter Breite und staunte über diese Ausmaße.

Als sich die 47 Teilnehmer an der diesjährigen Mehrtagesfahrt am vergangenen Dienstag um 6 Uhr in der Hansestadt aufmachten, ahnte noch niemand von ihnen, was die drei nächsten Tage noch alles bringen sollten. Pünktlich um 12 Uhr landete man an den Landungsbrücken der Freien und Hanse-Stadt an, wo die Gruppe die Gelegenheit nutzte, sich ein wenig die Beine zu vertreten und einen Happen zu essen. Anschließend ging es, bevor man das Hotel mitten zwischen „Hamburger Michel“ und Reeperbahn ansteuerte, unter launiger Führung durch Hamburg. Vom Hafen bis zur Binnenalster wurden alle Sehenswürdigkeiten der Stadt in Augenschein genommen.

Der Abend klang aus mit einem gemeinsamen Abendessen in der urgemütlichen Kneipe „Kramer Amtsstuben“.

Der nächste Morgen stand nach der Außenbesichtigung der „Queen Mary 2“ ganz im Zeichen des drittgrößten Container-Hafens Europas, den man mit einer Barkasse von Wasserseite aus erkundete und dabei die großen Containerschiffe bei Ladung und Löschung beobachten konnte. Hierbei traf man dann auch die AIDALuna wieder, die inzwischen in ein Trockendock zur Überholung geschleppt worden war. Abschluss der Hafenrundfahrt war das gemeinsame Mittagessen im Traditions-Restaurant „Hamborger Veermaster“ auf der Reeperbahn. Von hier begab man sich je nach Interessenlage, noch einmal zu einer Stadtführung in die Speicherstadt oder besuchte die größte Modelleisenbahnanlage der Welt, die just an diesem Tag offiziell ihren neuen Flughafen eröffnete, ein bleibendes Erlebnis nicht nur für die Senioren aus Attendorn.

Senioren-Union Attendorn in Hamburg
Staunten nicht schlecht über die barocke evangelische Kirche in Neuenfelde hinterm Elbdeich: Die 47 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fahrt der Senioren-Union Attendorn.

Bevor die Attendorner ihre Heimreise antraten, ließen sie es sich am dritten Tag nicht nehmen, einen Abstecher in das „Alte Land“ vor den Toren Hamburgs zu machen. Wer hier geglaubt hatte, das es doch langweilig sei, abgeblühte Apfel- und andere Obstbäume ansehen zu müssen, sah sich bald eines Besseren belehrt. Unterhalb des bis zu acht Meter hohen Elbedeiches ging es durch zahlreiche Straßendörfer mit zum Teil wunderschönen Reed gedeckten Fachwerkhäusern mit Verzierungen aus Backstein. Höhepunkt war der Besuch der Hansestadt Stade mit seinem mittelalterlichen Stadtkern. Zuvor hatten die Seniorinnen und Senioren noch die Holzbarockkirche in Neuenfelde besichtigt, eine evangelisch-lutherische Kirche mit einer Orgel des berühmten Orgelbauers Arp Schitger und einem Beichtstuhl, die wegen ihrer barocken Ausschmückung einiges Erstaunen besonders bei den katholischen Reisenden hervorrief, da man solches in einer evangelischen Kirche nicht vermutete.


Fotos: Karl-Hermann Ernst

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