„Leben spenden macht Schule“. Unter diesem Motto fand am 13. April eine Typisierungsaktion der DKMS – Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH – im Rivius Gymnasium Attendorn statt.

Neben den Oberstufenschülern des Gymnasiums nahmen auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Attendorn, der Mubea Muhr und Bender KG sowie der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem teil, die für ihr Mitwirken an dieser Aktion von ihren Arbeitgebern freigestellt wurden.

dkms rivius gymnasium attendorn - schueler
Mit großem Eifer waren auch die Schüler des Rivius Gymnasiums dabei. Sie ließen sich nicht nur typisieren, sondern halfen auch in der Organisation der Veranstaltung mit.

 

Alle 45 Minuten erkrankt in Deutschland ein Mensch an Leukämie (Blutkrebs). Leukämie ist eine lebensbedrohliche Erkrankung des blutbildenden Systems. Für viele Patienten besteht die einzige Heilungschance in einer Stammzellspende.

Grundsätzlich kann sich jeder, der zwischen 18 und 55 Jahre alt und bei guter gesundheitlicher Verfassung ist, als Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen. Bei der Typisierungsaktion im Rivius Gymnasium wurde den potenziellen Lebensspendern unter ärztlicher Aufsicht 5 ml Blut aus der Armvene entnommen, um die für eine Typisierung wichtigen Gewebemerkmale bestimmen zu können.

Bei einem Besuch im Rivius Gymnasium zeigte sich Attendorns Bürgermeister Wolfgang Hilleke sehr angetan von dem Engagement der Schule. „Nach der Blutspendeaktion im Dezember hat das Rivius Gymnasium mit dieser Typisierungsaktion eine weitere lebenswichtige Aktion gestartet, für die man nicht dankbar genug sein kann.“

Attendorns Bürgermeister ging daher mit gutem Beispiel voran und ließ sich ebenfalls typisieren.

Bürgermeister Hilleke bei der Typisierung
Bürgermeister Hilleke ging mit gutem Beispiel voran und ließ sich typisieren. Sehr zur Freude von Nicola Wenderoth (DKMS), Dr. Hunfeld und Schulleiter Klaus Böckeler (von links).

Sehr zur Freude von Schulleiter Klaus Böckeler, der zu Recht stolz auf das Engagement seiner „Rivianer“ ist. „Die Knochenmarkspende haben wir in unserer Schule bewusst zum Thema gemacht. Das Interesse seitens unserer Schülerinnen und Schüler an dem Thema „Lebensspende“ ist enorm.“

Dies konnte Nicola Wenderoth nur bestätigen. Die Mitarbeiterin der Spenderneugewinnung bei der DKMS zog ein positives Fazit der Veranstaltung. „Insgesamt 126 potentielle Spender haben sich typisieren lassen. Das ist eine tolle Zahl.“

Bei aller Freude über die gelungene Veranstaltung weist Nicola Wenderoth natürlich auf den ernsthaften Hintergrund solcher Aktionen hin, die zudem nicht billig sind. „Die Aufnahme in die DKMS kostet 50 Euro, die allein durch Spendengelder finanziert werden müssen.“

Und da jeder Euro zählt, nahm das Team der DKMS neben der Blutprobe auch noch einen Scheck aus den Händen von Bürgermeister Hilleke entgegen.

Alle Hintergründe über Leukämie, die DKMS und die Stammzellenspende sowie ein ausführliches Interview mit Nicola Wenderoth finden Interessierte im News-Bereich auf der Homepage der Stadt Attendorn www.attendorn.de Weitere Informationen zum Thema Stammzellenspende und zur Deutschen Knochenmarkspenderdatei DKMS gibt es auf der Internetseite www.dkms.de.

 

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