KIRCHHOFF Automotive, internationaler Zulieferer der Automobilindustrie mit Hauptsitz in den westfälischen Städten Attendorn und Iserlohn, hat jetzt den entscheidenden Schritt zum Ausbau seiner globalen Präsenz vollzogen. Rückwirkend zum 1.1.2011 wurden die Mehrheitsanteile des kanadischen Unternehmens Van-Rob Stampings Inc. von dem deutschen Familienunternehmen übernommen.

Van-Rob ist wie KIRCHHOFF Automotive Hersteller von komplexen Metall- und Hybridstrukturen für Karosserie und Fahrwerk. Das Unternehmen mit Sitz in Aurora nahe Toronto verfügt im NAFTA Raum (Canada, USA, Mexico) über 10 Fertigungsstätten und beschäftigte 2010 rund 3000 Mitarbeiter. Mit dem ebenfalls im Privatbesitz befindlichen Unternehmen verbindet KIRCHHOFF schon seit Jahren eine enge transatlantische Kooperation, die bereits 1999 erfolgreich in ein Joint Venture im mexikanischen Querétaro mündete.

Arndt Kirchhoff - Vorsitzender Gesellschafter Kirchhoff Group
Arndt Kirchhoff - Vorsitzender Gesellschafter Kirchhoff Group

Die jetzt vollzogene Mehrheitsbeteiligung an Van-Rob begründet Arndt G. Kirchhoff, Geschäftsführender Gesellschafter der KIRCHHOFF Gruppe und CEO von KIRCHHOFF Automotive so: „Diese Fusion zweier mittelständischer Automobilzulieferer bietet unseren Kunden nicht nur logistische, sondern vor allem technologische Vorteile. Mit unseren innovativen Entwicklungen können wir so zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit beitragen. Die Vorteile der dabei entstehenden Synergieeffekte, zum Beispiel durch die Verbindung des Presshärtens von KIRCHHOFF Automotive zum Umformen höchstfester Stähle für Karosserieleichtbauteile mit der Laserschweißtechnik von Van-Rob, können wir direkt weitergeben. Damit bieten wir unseren Kunden weltweit in einer kostenoptimalen Logistikkette komplexe Karosseriemodule von der Entwicklung bis zur Just in Time Montage in direkter Nähe ihrer Produktionsstandorte“.

Peter van Schaik, CEO von Van-Rob, fügt ergänzend hinzu: „Die Entwicklung von Leichtbaukonzepten für automobile Karosserien mit dem Effekt niedrigeren Energieverbrauchs und damit reduzierten CO2 Ausstoßes wird sich weltweit fortsetzen. Unsere Kunden bauen dabei auf die Innovationskraft mittelständischer Unternehmen, die dann allerdings global aufgestellt sein müssen. Unsere Kundenorientierung war der Hauptgrund für die jetzt vollzogene Fusion unserer Unternehmen“.

Die Bedeutung des nordamerikanischen Automobilmarktes speziell für deutsche Hersteller und ihre Zulieferer unterstrich auch VDA Präsident Matthias Wissmann zum Auftakt der diesjährigen American International Auto Show im Januar in Detroit. Seiner Ansicht nach zeichnet es die deutsche Automobilindustrie aus, dass sie auch während der Krisenjahre nicht den Fehler gemacht hat, den US-Markt zu unterschätzen. Er sei nach wie vor der größte Automobilmarkt der Welt, und das könne nach den jetzigen Prognosen auch für 2011 erwartet werden.

„Die USA bleiben Autoland, seine Bürger setzen auch künftig auf individuelle Mobilität“, stellt Wissmann weiter fest. Angesichts wieder höherer Treibstoffpreise schauten sie aber vermehrt auf den Spritverbrauch. Gerade auf diesem Feld würden die deutschen Hersteller mit Hilfe ihrer Zulieferer maßgeschneiderte Modelle anbieten, die in ihrer Kraftstoffeffizienz von keinem Wettbewerber übertroffen würden. Hinzu kämen Bestmarken bei Qualität, Komfort und Sicherheit.

Das habe dazu geführt, dass sich die seit Jahren anhaltende Erfolgsgeschichte deutscher Marken in den USA auch in 2010 fortgesetzt habe: „Der Marktanteil deutscher PKW stieg im vergangenen Jahr auf 12% – ein neuer Höchststand. In der Oberklasse (Luxury Cars) konnten die deutschen Hersteller sogar einen Marktanteil von über 47% erreichen. Sie sind in diesem Marktsegment weltweit mit großem Abstand führend.“

Ein Erfolgsgarant sei dabei die seit längerer Zeit praktizierte Zwei-Säulen-Strategie, zusätzlich zur Produktion in Deutschland auch Fertigungsstätten im NAFTA Raum aufzubauen. KIRCHHOFF Automotive unterstützt durch seine Fusion mit Van-Rob ab sofort diese erfolgreiche Entwicklung.

KIRCHHOFF Automotive setzt mit seinem Engagement in Nord Amerika seine seit zwei Jahrzehnten erfolgreich betriebene Expansionsstrategie konsequent fort, sich in neuen Märkten anzusiedeln, ohne dabei seine angestammten Aktivitäten in Deutschland einzuschränken. Mit der Akquisition von Van-Rob wird KIRCHHOFF Automotive in 2011 mit 27 Werken in 12 Ländern seine Leistungen von eigener Entwicklung bis zur Vorortproduktion anbieten. Die Zahl der Beschäftigten steigt weltweit auf rund 7200 Mitarbeiter, davon 1300 in Deutschland. Der für 2011 geplante Umsatz steigt auf 940 Millionen Euro.

Die KIRCHHOFF Gruppe, zu der neben KIRCHHOFF Automotive noch die Geschäftsbereiche FAUN, Witte Werkzeuge und REHA Automotive gehören, strebt in 2011 einen Umsatz von über 1,3 Milliarden Euro an. Die KIRCHHOFF Gruppe befindet sich seit 4 Generationen im Besitz der Unternehmerfamilie Kirchhoff, von deren Mitgliedern sie auch operativ geführt wird. Im September 2010 wurde im Beisein der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am Stammsitz in Iserlohn das 225jährige Jubiläum der Unternehmensgründung gefeiert.

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