Das Projekt „Attendorn kocht!“ läuft auf Hochtouren. Es sind schon zahlreiche Rezepte und Geschichten aufgeschrieben und zugesendet worden. Dabei ist das Interesse nicht nur bei den Attendornern groß. Auch aus den umliegenden Gemeinden und sogar aus dem Ausland sind schon Beiträge eingetroffen.

Der Radiosender WDR 5 ist nun auf das Projekt aufmerksam geworden und hat sich für die klassische westfälische Küche interessiert. Norbert Luke vom Hof Roscheid hat Sarah Müller vom WDR und Hilke Pantel von „Attendorn kocht!“ in seine heiligen Hallen eingeladen und verraten, wie er seine Potthucke zubereitet.

„Das besondere an der Potthucke ist, dass sie ihren Ursprung tatsächlich im Sauerland hat“, so Norbert Luke und erzählt weiter, dass die ersten Aufzeichnungen dieses Gerichts aus dem Bereich Altena/Werdohl stammen. Die Potthucke ist von den Zutaten her verwandt mit dem bekannterem Reibekuchen, wird traditionell jedoch mit Rauchfleisch – oder heutzutage mit Mettwurst – zubereitet. Aus gekochten und rohen Kartoffeln wird mit Eiern und einigen anderen Zutaten ein Teig hergestellt, der in einer Kastenform im Ofen gegart wird. Ist der Teig fertig, lässt man ihn erkalten. Dann wird er in Scheiben geschnitten und in der Pfanne gebraten.

Früher dauerte der Garvorgang extrem lange. Der Teig wurde auch nicht in einer Kastenform gegart sondern in einem Topf. Daher hat die Potthucke, übersetzt „Die im Topf hockende“, ihren Namen. Norbert Luke verrät für „Attendorn kocht!“ natürlich die genaue Rezeptur und gibt noch einige Tipps zur Zubereitung.

Der Hof Roscheid bietet das Gericht zur Zeit als saisonales Angebot auf der Karte an. Wer also schonmal vorkosten möchte, kann sich dort von der einmaligen Qualität dieses Rezepts überzeugen. Klassischerweise wird zu den gebratenen Kartoffelscheiben Knochenschinken und grüner Salat gereicht. Sarah Müller und Hilke Pantel waren auf jeden Fall begeistert. Der Bericht soll auf WDR 5 im Rahmen der Sendung „Westblick“ gesendet werden.

Attendorn kocht - Potthucke Hof Roscheid
Sarah Müller, Hilke Pantel und Norbert Luke kochen Potthucke auf dem Hof Roscheid

Die Hansestädter sind weiterhin aufgefordert, Beiträge an „Attendorn kocht!“ zu senden. Gefragt sind Rezepte aller Art. Süß oder deftig, Braten oder Sushi, italienisch oder indisch, traditionell oder modern. Wer zusätzlich eine kleine Geschichte zum Thema Attendorn „Essen und Trinken“ parat hat, kann auch diese als Beitrag oder „Dönekes“ mitsenden. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos. Auf Wunsch einiger „Jecken“ ist der Einsendeschluss bis zum 15.03. (der Dienstag nach Aschermittwoch) verlängert worden.

Teilnehmen kann man nicht nur alleine sondern auch zu zweit, als Familie, Verein oder sonstige Gemeinschaft.

Beiträge, die es nicht unter die begehrten ersten 100 und damit in das Kochbuch schaffen, werden auf der Homepage www.attendorner-kochen.de veröffentlicht. Dort finden Interessierte bereits jetzt Informationen zum Buchprojekt.

Für Unternehmen besteht die Möglichkeit, kleine personalisierte Sonderauflagen zu erwerben. „Dies ist ein besonders schönes Geschenk von Firmen für ihre Mitarbeiter und ihre Kunden“, so Hilke Pantel, die unter Telefon 02722/657353 für weitere Informationen zur Verfügung steht.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here