Caritas St. Liborius - FrauenstammtischDie Männer im Seniorenhaus St. Liborius in Attendorn treffen sich schon seit Jahren einmal in der Woche. Sie sitzen zusammen, trinken ein gepflegtes Glas Bier und rauchen auch schon mal im Garten gemeinsam. Es werden Geschichten von früher und heute erzählt und die älteren Herren haben sichtlich Spaß an ihrem Herrenabend.

„Das können wir auch“, dachten sich die Frauen der Einrichtung, und gründeten einen Frauenstammtisch.. Renate Biecker-Klaas vom Sozialen Dienst des Hauses griff die Idee auf und so gibt es seit 2008 den „Frauenstammtisch St. Liborius“. Immer donnerstags treffen sich mindesten 20 Bewohnerinnen in der Sebastianstube und verbringen eine gute Zeit miteinander.

„Im Sommer findet der Stammtisch von 19 bis 21 Uhr, im Winter von 16.00 – 18.00 Uhr statt“, erklärt Renate Biecker-Klaas. Mal kommen mehr, mal weniger. Aber eins haben sie immer: Genügend zu erzählen, zu lachen und viel Spaß zusammen.

„Die Zeit vergeht dann schon mal wie im Flug“. Ida Epe -„Sagen sie Itti, sonst kennt mich keiner“-, sie ist mit ihren 96 Jahren die echte Stimmungskanone der Runde. Sie zitiert fehlerfrei Max und Moritz und stimmt auch gerne mal ein Liedchen an. Dann fallen die anderen Damen gleich ein und so werden Songs aus alten Tagen gesungen. Viele der Frauen kommen aus Attendorn und daher gibt es auch immer etwas zu erzählen.“ Oft sind es Geschichten von früher. Da kennen sich die Frauen aus. So auch Irmgard Endres. Sie war früher DRK Schwester und hat so manche Situation erlebt und gibt sie jetzt als Anekdote wieder. Nebenan unterhalten sich zwei Damen über Bücher. Ihre Sehkraft hat nachgelassen und so sind heute nur noch Hörbücher gefragt. „Doch darüber schlafe ich auch schon mal ein“, sagt eine andere Dame.

Der Stammtisch sorgt dafür, dass soziale Kontakte innerhalb des Hauses bestehen bleiben, aber auch neue Kontakte entstehen. Wer neu ins Haus kommt, kann hier schnell Anschluss finden. „Menschen mit einem guten Netzwerk aus stabilen Freundschaften sind auch körperlich besser drauf“, weiß Renate Biecker-Klaas. „Gleichzeitig wollen wir so natürlich auch verstärkten Rückzugstendenzen auf das eigene Zimmer entgegen wirken.“

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