Verblasst, verschlissen, verloren – genau wie alles andere sind auch Fotos dem Zahn der Zeit ausgeliefert. Dies gilt vor allem für ältere Bildträger wie Barytpapier Fotos, Dias und Polaroids, von denen viele der durchschnittlich 43 Jahre alten NRW-ler noch immer welche zu Hause haben dürften. Schauen Sie doch gleich mal nach: Auch Ihre heißgeliebten Erinnerungsfotos weisen sicher schon Alterungserscheinungen auf. Aber was ist die sicherste Methode, um dagegen vorzugehen?

Warum Erinnerungen vergehen

Fotos sind empfindlich, zahlreiche Umwelteinflüsse wirken gleichzeitig und kontinuierlich auf sie ein. Starke Temperaturschwankungen lassen Negative porös und brüchig werden. Luftfeuchtigkeit und Kondenswasser in Bilderrahmen und Diahüllen lösen Beschichtungen vom Trägermaterial oder lassen es sogar schimmeln. Schmutz und Staub hinterlassen hässliche Kratzer. UV-Licht bleicht Farben langfristig aus, aber auch im Dunkeln können Fotos über lange Zeit vergilben. Zuletzt kann eine unvorsichtige Handhabung beim mit Rissen und Knicken enden. Die Lebensdauer eines Fotos ist daher von vielen Faktoren zugleich abhängig und kann nicht pauschal vorhergesagt werden.

Digitalisierung unabdingbar

Glücklicherweise gibt es heute die Möglichkeit, alte Fotos digital einzuscannen, und das ist auch jedem angeraten. Es sollte aber nicht bei der bloßen Lagerung auf der Festplatte bleiben. Auch moderne Speichermedien überdauern nicht ewig, ihnen wird sogar eine recht geringe Haltbarkeit nachgesagt. USB-Sticks und SD-Karten sind häufig in Gebrauch und können mit der Zeit Beschädigungen oder Software-Probleme aufweisen. Da sie viel Platz bieten und man diesen nur allzu gerne voll ausnutzt, ist der Verlust umso größer, vor allem, wenn man keine Sicherungskopie angefertigt hat. Darüber hinaus haben solche Medien eine geringe Produktlebenszeit und werden schnell von neuen Innovationen abgelöst, sodass das umständliche Überspielen der Daten notwendig wird. Cloud-Speicher klingen nach einer guten Alternative, sind wegen möglicher Hacking-Angriffe und Serverausfälle aber auch nicht so sicher, wie immer beworben.

Ausdrucke besser als Datenträger

Überraschenderweise gelten handfeste Fotoabzüge immer noch als haltbarste Lösung. Aufgrund von großen Fortschritten in der Technologie können moderne Ausdrucke mehrere hundert Jahre alt werden, ganz ohne Farbveränderungen. Aber auch sie bleiben bei falscher Handhabung und Lagerung nicht von Verschleiß verschont. Als praktischer Schutz haben sich Fotobücher erwiesen, die zugeklappt eine große Menge an Bildern vor Licht, Feuchtigkeit, Luft und Dreck abschirmen. Ein stabiler Einband (Hardcover) verhindert, dass die Bilder beim Umblättern zu sehr aneinander reiben.

Es empfiehlt sich, solch ein Buch direkt beim Fachdienstleister online zu gestalten, da dieser die Bilder direkt auf die Seiten druckt. Die Alternative wäre, die Fotos einzeln auszudrucken und sie in ein separat gekauftes Album einzukleben, was durch fehlende Sorgfalt oder minderwertiges Klebematerial ebenfalls zu Verschleiß führen kann. Außerdem gilt: Je dicker das Papier, desto länger haltbar sind die Bilder.

So gehen Sie auf Nummer Sicher und haben noch lange Freude an Ihren Andenken an Familienfeste oder den letzten Urlaub.

Bildrechte: Flickr Polaroid Sholeh CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

 

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