Wohnimmobilie – mieten oder kaufen?

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Eine bezahlbare Wohnung gehört zu den grundlegenden Dingen unseres Lebens. Doch was, wenn die eigenen vier Wände immer teurer werden? Verfügt man über ein solides Einkommen, stellt sich früher oder später die Frage: Weiter zur Miete wohnen oder lieber eine eigene Immobilie kaufen? Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile. Bei der Abwägung hilft es, sich auf Ratgeberseiten wie dieser umfassend zu informieren. Dort gibt es auch jede Menge Tipps rund ums Thema Wohnen. Was spielt nun bei der Entscheidung für oder gegen eine eigene Wohnung eine Rolle?

Miete ist flexibler

Vor allem Berufseinsteiger und Studenten genießen die Flexibilität des Mieterdaseins: Haben sie erst einmal die fällige Kaution aufgebracht, sind mit der festen monatlichen Kaltmiete plus Nebenkosten Wohnen, Heizung und Wasserversorgung abgedeckt. Notwendige Reparaturen zur Instandhaltung sind Sache des Vermieters und höchstens nach Vereinbarung kostenpflichtig. Ein Auszug ist, bei Einhaltung der Kündigungsfrist, jederzeit möglich. Sollte der Vermieter Eigenbedarf anmelden, weil er die Wohnung selbst nutzen will, gilt gegenüber dem Mieter eine mindestens dreimonatige Kündigungsfrist. Mieter müssen aber gegebenenfalls Einschränkungen bei der Ausstattung in Kauf nehmen, da nicht jede Mietwohnung standardmäßig über Garten, Balkon, Badewanne oder ähnliche Zusatzeinrichtungen verfügt. In Stadtgebieten wie Berlin, München oder Hamburg ist zudem die Konkurrenz für gute, günstige Wohnungen groß, was oft bedeutet, dass Wohnungssuchende sowohl beim Mietpreis als auch bei der Ausstattung Kompromisse eingehen müssen. Der allgemeine Trend zur Verteuerung der städtischen Mietpreise erschwert das Finden einer angemessenen Wohnung zusätzlich.

Eigentum bietet Komfort

Wie oft haben Sie schon davon geträumt, eine Eigentumswohnung oder ein Eigenheim zu besitzen? Die Voraussetzungen für Haus- und Wohnungskäufe stehen grundsätzlich nicht schlecht, da die Zinsen für Immobilienkredite im Jahr 2016 relativ niedrig sind. Dennoch muss der Kauf einer Immobilie sehr genau abgewogen werden, da er langfristig hohe Kosten und finanzielle Verpflichtungen nach sich zieht. Das notwendige Eigenkapital, die Aufnahme eines Kredits und weitere Kosten, unter anderem für die Instandhaltung, sind nur ein paar Faktoren, die auf Seiten des Käufers solide Finanzen voraussetzen. Die Stiftung Warentest bietet einen Online-Rechner an, mit dem Interessenten vorab testen können, wie gut die Chancen einer Immobilienfinanzierung stehen. Stimmen die Voraussetzungen, spricht einiges für den Erwerb einer Immobilie: Ein eigenes Haus ist ab einer bestimmten Größe die komfortabelste Wohnlösung für Familien, die sich dauerhaft niederlassen wollen. Wer Wohneigentum hat, muss keine Kündigungen oder Mieterhöhungen fürchten und sich an keine Hausordnung halten. Eigentümer dürfen zudem eigenmächtig Veränderungen wie Anbauten und Sanierungen auf ihrem Grundstück vornehmen. Den Aufwand für Pflege und Reparaturen müssen sie jedoch selbst stemmen. Wer nicht in seiner eigenen Immobilie wohnen möchte, kann sie auch als Teil der Altersvorsorge nutzen: Mit Einnahmen aus Vermietung oder späterem Weiterverkauf lässt sich unter Umständen die eigene Rente aufbessern. Ein entscheidender Faktor ist aber, dass eine Immobilie immer ortsfest ist und daher die Mobilität erheblich einschränkt. Es gibt also zahlreiche Entscheidungsoptionen für oder gegen den Immobilienkauf. Dieser sollte in jedem Fall exakt geplant, abgewogen und durch entsprechende Fachberatung unterstützt werden.

Bildrechte: Flickr Home (sweet home) Ivan CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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