Kreispolizeibehörde Olpe beteiligt sich an Landeskampagne zum Schutz gegen Taschendiebe

Im laufenden Jahr sind im Kreis Olpe die Fallzahlen bei Taschendiebstählen leicht gesunken. Mit bislang 44 Delikten im ersten Halbjahr (Vergleichszeitraum 2015: 47 Delikte) ist die Gesamtzahl im Kreis Olpe sicherlich im Vergleich zu den Ballungsgebieten an Rhein und Ruhr immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau. Dennoch beteiligte sich die Kreispolizeibehörde Olpe auf Grund des Anstiegs der Fallzahlen an der landesweiten Kampagne „Augen auf und Tasche zu!“, auf die Innenminister Ralf Jäger Anfang der nächsten Woche auf einer Pressekonferenz aufmerksam macht.

Bei den Taschendiebstählen ist auch im Kreis Olpe zu beobachten, dass sich die Täter – oft bandenmäßig organisiert – überwiegend ältere Personen als Opfer aussuchen. Schwerpunktmäßig sind die ausgewählten Tatorte zumeist Orte mit größeren Menschenansammlungen und Publikumsverkehr. In Betracht kommen im Kreis Olpe in allererster Linie Supermärkte und Warenhäuser in den größeren Städten Attendorn, Lennestadt und Olpe.

Kriminalhauptkommissar Michael Klein von der Kriminalprävention der Kreispolizeibehörde Olpe klärt in dieser Woche in Einkaufsmärkten in Olpe darüber auf, wie man sich gegen Taschendiebstähle schützen kann.

Am Dienstag- und Mittwochvormittag verteilt er dazu Flyer mit Informationen zum Thema und verteilte „Gelbe Karten“ an Passanten, die ihre Handtasche oder ihr Portemonnaie offen im Einkaufswagen liegen haben. „Viele Menschen gehen zu sorglos mit ihren Wertsachen um, viele Taschendiebstähle können durch einfache Maßnahmen verhindert werden. Darüber wollen wir die Bürgerinnen und Bürger schwerpunktmäßig in dieser Woche aufklären“, erklärt Michael Klein.

Außerdem werden die Bürger in Supermärkten in Olpe über Durchsagen besonders angesprochen.

Bei weiteren Fragen und Anregungen zum Thema Taschendiebstahl wenden Sie sich an Kriminalhauptkommissar Michael Klein unter der Telefonnummer 02761/9269-6131 !

 

Folgende Hinweise erklären das Vorgehen der Täter und geben Hinweise, wie sich  Bürger schützen können: 

Taschendiebe fallen nicht auf

Sie sind männlich, weiblich, alt oder jung und immer häufiger handelt es sich um Jugendliche und sogar Kinder. Die Diebe sind meist unauffällig gekleidet und treten freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend auf.

Die Tricks sind vielfältig – eins ist aber immer gleich:

Die Diebinnen und Diebe nutzen sorgloses und unachtsames Verhalten oder die Hilfsbereitschaft ihrer Opfer aus.  

Daher können Sie durch Aufmerksamkeit, gesunde Skepsis und richtiges Verhalten selbst viel tun, um sich vor Schäden durch Taschendiebe zu schützen.

  • Rechnen Sie vor allem in Menschenmengen damit, dass Diebe Sie ablenken wollen, um Sie zu bestehlen. Bleiben Sie misstrauisch, wenn Sie von Unbekannten angesprochen werden – mit welchem Anliegen auch immer.
  • Tragen Sie Wertsachen und Dokumente nicht in der Handtasche bei sich, sondern verteilen Sie sie in verschlossenen Innentaschen Ihrer Oberbekleidung. Empfehlenswert sind auch Brustbeutel, Gürtelinnentaschen oder Geldgürtel.
  • Tragen Sie Ihre Hand- oder Umhängetasche stets verschlossen unter dem Arm geklemmt und mit dem Verschluss zum Körper. In Geschäften, Fußgängerzonen oder ähnlich belebten Bereichen sollten Sie auch Rucksäcke immer verschlossen unter dem Arm tragen.
  • Verwahren Sie Wertgegenstände wie Geldbörse, Mobiltelefon und Schlüssel nicht in der Einkaufstasche, dem Einkaufskorb oder Einkaufswagen und legen Sie Ihr Portemonnaie an der Kasse nicht aus der Hand.
  • Lassen Sie Gepäck und Wertsachen nie aus den Augen. Nehmen Sie Geldbörsen, Mobiltelefone, Schlüssel usw. immer aus Kleidungsstücken, die Sie an Garderoben oder über Stuhllehnen hängen. In Restaurants oder Cafés Taschen nicht an die Stuhllehne hängen, sondern auf Ihren Schoss stellen oder auf den Boden, fixiert zwischen Ihren Füßen. Legen Sie ihr Mobiltelefon nicht offen auf den Tisch, sondern behalten Sie es in einer verschlossenen Tasche.
  • Gewähren Sie keine Einblicke in ihre Brieftasche, z.B. beim Bezahlen an einer Kasse!
  • Führen Sie nur soviel an Bargeld mit, wie Sie brauchen.
  • Notieren Sie sich die Daten Ihrer Geldkarten (Kontonummer und Bankleitzahl) und die Geräte-Nummer(IMEI) ihres Handys. Nehmen Sie die Notizen niemals mit, sondern bewahren Sie sie sicher Zuhause auf.
  • Notieren Sie niemals die vierstelligen PIN-Codes von Debit- oder Kreditkarten sowie Mobiltelefonen, sondern lernen Sie diese auswendig.

Wenn Sie doch einmal Opfer geworden sind oder einen Diebstahl beobachten:

  • Verständigen Sie umgehend die Polizei über Notruf 110 !
  • Machen Sie auf den Dieb aufmerksam und fordern Sie umstehende Passanten auf, Ihnen zu helfen.
  • Kümmern Sie sich um Menschen, die bestohlen wurden und bieten Sie ihnen Hilfe an.
  • Prägen Sie sich das Aussehen der Diebin/des Diebs möglichst genau ein und stellen Sie sich als Zeugin bzw. Zeuge zur Verfügung.

 

  • Melden Sie den Diebstahl amtlicher Dokumente umgehend Ihrer kommunalen Verwaltungsstelle, bei ausländischen Dokumenten Ihrem Konsulat.

 

  • Lassen Sie beim Diebstahl Ihrer Geldbörse auf einer Polizeiwache sofort die Debit- oder Kreditkarten sperren. Alternativ dazu steht Ihnen unter der Telefonnummer:116 116 ein gebührenfreier Sperrnotruf zur Verfügung.

 

  • Wenn Wohnungs- oder Fahrzeugschlüssel entwendet wurden, lassen Sie die Schließzylinder schnellst möglich austauschen.

 

Weitere Informationen zur Kriminalprävention 

Weitere Informationen zur Kriminalprävention finden Sie im Internet auf www.polizei.nrw.de (unter Aufgaben > Kriminalitätsvorbeugung) oder auf www.polizei-beratung.de

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