Am Donnerstag, den 20. Mai 2016 machte sich die Fußballmannschaft des St.-Ursula-Gymnasiums Attendorn auf den Weg nach Iserlohn, um den Regierungsbezirksmeister in der Wettkampfklasse IV (Jahrgänge 2004-2006) auszuspielen. Als frischgebackener Kreismeister mussten die Ursulinen sich hier gegen die elf anderen Kreis- und Stadtmeister messen. Die Namen der Schulen ließen schon vermuten, dass viele der gegnerischen Schüler in den Nachwuchsmannschaften der Bundesligavereine aus dem Ruhrgebiet aktiv sind. Und die Ursulinen-Kicker? Lediglich ein Spieler spielt in der Kreisauswahl und überkreislich ist überhaupt niemand aktiv. Nicht BVB 09 Dortmund, FC Schalke 04 oder VFL Bochum, sondern SV 04 Attendorn, JSG Dünschede-Helden, SC LWL 05 oder SG Finnentrop-Bamenohl.

Gespielt wurde zunächst in drei Vierergruppen, um sich als Gruppensieger für die Finalrunde oder eben für die Platzierungsrunde zu qualifizieren. Gemäß der Regeln des DFB-Schulcups wurde vor jeder Begegnung ein Technikwettbewerb, wo eine Pass-, Dribbel- und Schussübung absolviert werden musste,  ausgetragen, dessen Sieger mit einer 1:0-Führung in das eigentliche Spiel ging. Hier machte sich das wöchentliche Training im Rahmen der DFB-Stützpunktschule bezahlbar, denn in allen drei Gruppenspielen konnten die Ursulinen so jeweils mit 1:0 in Führung gehen.

Im ersten Gruppenspiel traf man auf das Beisenkamp-Gymnasium aus Hamm und hatte am Ende Glück das Feld nicht als Verlierer verlassen zu müssen. Von Beginn an präsentierten sich die Ursulinen nervös, sodass sich viele Fehler im Aufbauspiel einschlichen und den Gegner aus Hamm zu einigen Torchancen einluden. Zwei davon konnten sie dann auch nutzen. Da die Offensive die nötige Durchschlagskraft vermissen ließ, musste ein kurioses Eigentor für das glückliche Unentschieden herhalten. Dieses Spiel galt jedoch als Initialzündung für den weiteren Turnierverlauf. Ab jetzt hieß es nichts mehr dem Zufall zu überlassen, sondern selbst die Initiative zu ergreifen und den Gegner im Kollektiv kontinuierlich zu pressen, um so Fehler zu provozieren und diese dann durch schnelles Spiel in die Spitzen zu bestrafen.

Sowohl im zweiten Spiel gegen das Theodor-Heuss-Gymnasium Hagen als auch im entscheidenden letzten Gruppenspiel gegen das Friedrich-Bährens-Gymnasium Schwerte wurde diese Marschroute erfolgreich umgesetzt, sodass am Ende ein 4:0 gegen Hagen durch Tore von Maximilian Benner, Linus Ostermann und Denis Cevik und ein 4:2 gegen Schwerte durch 2 Tore von M. Benner und einen Treffer von L. Ostermann heraussprangen. Als Gruppensieger traf man nun in der Finalrunde auf die beiden anderen Gruppensieger, dem Otto-Hahn-Gymnasium Herne und dem Städtischen Gymnasium Gevelsberg. Der Sieger dieser Finalrunde würde sich als Regierungsbezirksmeister für das Landesfinale NRW am 06. Juni 2016 in Borken qualifizieren. Da in beiden Begegnungen die Technikübungen keinen Sieger fanden, musste man jeweils mit einem 1:1 in die Partie gehen. Der Gegner aus Herne trat mit insgesamt vier Spielern von Schalke und Bochum an, Gevelsberg immerhin noch mit zwei Spielern von Dortmund. Ziel der Ursulinen war es demnach noch stärker über das Kollektiv zu kommen und dem Gegner zu zeigen wie man auch als Kreisligafußballer mit Einsatz, Leidenschaft und taktischer Disziplin individuelle Klasse egalisieren kann, gemäß der Phrase „der Pokal hat seine eigenen Gesetze“. Auch wenn beide Finalspiele bis zur letzten Minute auf Messers Schneide standen, sprangen am Ende zwei hochverdiente Siege für die Ursulinen heraus. Gegen die Vertretung aus Herne sorgten Larson Sperling und L. Ostermann mit einem Doppelpack für den 4:3-Sieg, erneut L. Ostermann und M. Benner als Doppeltorschütze markierten den 4:2-Endstand gegen die Mannschaft aus Gevelsberg.

Beim Schlusspfiff kannte der Jubel der Hansestädter keine Grenzen mehr, hatte man doch heute Schulgeschichte geschrieben. Als erste Jungenmannschaft konnte man sich für das Landesfinale NRW qualifizieren. Sportlehrer Marco König war nur noch begeistert: „Was die Jungs heute gemeinsam geschafft haben, ist aller Ehren wert. Sie haben nicht nur Werbung für den Kreis Olpe und Attendorn betrieben, sondern aufgezeigt, was man über den Teamspirit alles wettmachen kann! Und wer weiß, vielleicht geht das Sommermärchen ja noch weiter?!“

Text: Doris Kennemann


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